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Meine Woche:Beratung für bunte Balkone

Manuela Baumann.

(Foto: privat)

Gärtnerin Manuela Baumann hat alle Hände voll zu tun, um die vielen Kunden mit Blumen für Balkone und Gärten zu versorgen

Von Daniela Bode, Neubiberg

Der Frühling ist da, die Vögel zwitschern - da kribbelt es auch die Menschen im Landkreis in den Fingern, ihre Balkone und Gärten schön herzurichten. Manuela Baumann (), Mitinhaberin der gleichnamigen Gärtnerei in Neubiberg, und ihre Kollegen haben daher in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, die Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. Von zwölf bis 15 Stunden Tagen sprach sie vor ein paar Tagen. Ähnlich dürfte es auch diese Woche wieder sein. Zumal die Menschen Zeit haben, da sie ja nicht verreisen können.

"Die Kunden möchten jetzt Farbe in ihre Gärten bringen", sagt Baumann, die den Betrieb, der bereits in fünfter Generation besteht, mit ihrem Mann und ihrem Sohn führt. Zu der Neubiberger Gärtnerei gehört auch ein Blumenladen im selben Ort. Ranunkeln, Tulpen, Narzissen, Hyazinthen - alle möglichen Zwiebelgewächse finden sie jetzt dort vor. Und zwar vor Ort gewachsen. "Alle Saisonware produzieren wir hier in unseren Gewächshäusern", sagt die Pflanzenfachfrau. Das ist ein Fokus der Gärtnerei und passt zu den Bedürfnissen der Kunden. Denn wie Baumann sagt, achten diese immer mehr auf Regionalität und kurze Wege.

Baumann selbst schwärmt am meisten für die Ranunkel. "Sie gibt es in vielen tollen Farben", sagt sie. Genauso bietet die Gärtnerei bereits diverse Kräuter von Rosmarin über Lavendel bis hin zu Basilikum an, die die Kunden ebenfalls schon viel nachfragten. Kann man das alles auch bereits einpflanzen, ohne dass es bei niedrigen Temperaturen wieder eingeht? "Salat, Kräuter, Frühlingsblumen und Sträucher und Stauden sind unbedenklich", sagt Baumann. Mit andern Pflanzen sollte man sich hingegen noch gedulden. Manche wollten schon Tomaten und Gurken im Beet einsetzen. "Damit sollte man noch bis Ende April oder Anfang Mai warten", rät sie. Auch Pflanzen wie Oleander oder Palmen, die man vielleicht im Haus überwintert hat, sollte man erst nach draußen stellen, wenn die Frostzeit vorüber ist.

Freilich gehen in der Neubiberger Gärtnerei im Moment auch viel Erde und Dünger über die Ladentheke. Von Kräuter- über torfarme Erde bis zum Biodünger können die Kunden auswählen. Denn erst einmal sollten nun die Beete vorbereitet werden, "dass die Pflanzen ihre Nährstoffe bekommen" für eine tolle Frucht oder Blüte, empfiehlt Baumann. Dann kann es auch mit dem Pflanzen losgehen.

Bringen Kunden Schalen oder Kästen mit, setzen Baumann und ihre Kollegen auch Blumen bereits ein. Außer Gartler in ihrem frühlingsbedingten Pflanzeifer zu beraten, sind freilich auch in diesen Tagen die Aufträge zu bearbeiten, die telefonisch oder per E-Mail hereinkommen. Da kommt also einiges an Arbeit zusammen. "Abends sind wir kaputt", sagt Baumann. Doch das macht ihr nichts, denn: "Für mich gibt es nichts Schöneres, als dass ein Kunde begeistert aus dem Laden geht und sagt: Ich komme wieder".

© SZ vom 06.04.2021
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