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Isar:Grüne gegen Reaktor-Abwasser

Die beiden Landtagsabgeordneten der Grünen aus dem Landkreis, Claudia Köhler und Markus Büchler, wollen sich mit der Genehmigung zur Entsorgung radioaktiven Wassers in die Isar nicht abfinden. Das Landratsamt hatte kurz vor Weihnachten der Technischen Universität die wasserrechtliche Genehmigung erteilt, auch die nächsten 20 Jahre betriebliche und schwach radioaktive Abwässer (bis maximal 4000 Becquerel pro Liter) des Forschungsreaktors FRM II in Garching und der Radiochemie in die Isar einzuleiten. Köhler und Büchler sind darüber "entsetzt". "1400 Einwendungen von Bürgerinnen und Bürgern und dann so etwas. Genau diese Ignoranz wollen die Menschen nicht mehr akzeptieren", heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. Solche Abwässer hätten in der Isar nichts verloren, so Köhler. Ihr Fraktionskollege Büchler ist ebenfalls enttäuscht, dass die TU die Isar "weiterhin als Atomklo benutzen darf", obwohl es Alternativen gebe: "Ich habe vom Landratsamt München eine kritischere Abwägung erwartet, die eine möglichst saubere Isar in den Mittelpunkt rückt." Die beiden Grünen-Abgeordneten kündigen an, die bayerische Staatsregierung im Landtag weiterhin zu einem Stopp der Einleitung zu drängen.

© SZ vom 30.12.2019 / pa

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