Gräfelfing:Die Kalkulation fährt Achterbahn

Gräfelfing: So soll es aussehen: Grafik vom neuen Gräfelfinger Hallenbad.

So soll es aussehen: Grafik vom neuen Gräfelfinger Hallenbad.

(Foto: Dietrich/Untertrifaller Architekten)

Die Kosten für Turn- und Schwimmhalle werden trotz nun sinkender Baupreise wohl kaum unter den beschlossenen Deckel von 29 Millionen Euro rutschen.

Von Annette Jäger, Gräfelfing

Die Baukosten fahren gerade Achterbahn, das war auch Thema in der jüngsten Sitzung des Gräfelfinger Gemeinderats. Die allgemeine Baukostensteigerung und höhere Materialkosten verteuern den Bau der Turn- und Schwimmhalle nochmal um fast drei Millionen Euro. Allein für den Holzbau der Halle steigen die Kosten laut aktueller Berechnung um mehr als hundert Prozent. Ähnlich sieht es mit den Preisen für die Dachabdichtungs- und Fassadenarbeiten aus, die jetzt ausgeschrieben werden müssen. Auch sie sind rasant gestiegen.

Und doch könnte das Projekt, wenn es gut läuft, am Ende etwas günstiger werden, da sich die Situation bei den Baupreisen gerade ein wenig entspannt, so Stefan Schädle vom Bauamt. Man könne von den Mehrkosten schon wieder fast 30 Prozent abziehen. Dann zahle die Gemeinde statt drei, nur rund 2,2 Millionen Euro mehr. Der einst beschlossene Kostendeckel von 29 Millionen Euro ist dennoch nicht zu halten. Im schlimmsten Fall werden es aktuell 32 Millionen Euro oder, bei sinkenden Preisen, 31,2 Millionen. Petra Schmid und Thomas Heidenreich, beide CSU, sahen es kritisch, zur "Hochphase" der Preise Gewerke auszuschreiben. Doch auf ein Abwarten wollte sich weder Schädle noch Bürgermeister Peter Köstler (CSU) einlassen. Das verzögere den gesamten Baufortschritt. Eingerechnet in die Kostenmehrung sind bereits Einsparnisse an anderer Stelle: Die Posten für Erdbau, Spezialtiefbau und Elektrik fielen rund 1,4 Millionen Euro günstiger aus als erwartet.

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