Gräfelfing:Der Energiekrise zum Trotz

Bürgermeister Köstler verteidigt den Neubau eines Schwimmbads als "gesellschaftliche Aufgabe".

Von Annette Jäger, Gräfelfing

Die Heizkosten sind derzeit das Thema, das alle bewegt - auch die Gemeinde Gräfelfing. Die Kommune halte sich an die gesetzliche Vorgabe, öffentliche Gebäude nur noch auf 19 Grad zu heizen, sagte Bürgermeister Peter Köstler (CSU) bei einem Pressegespräch. Er rechtfertigte auch das neue Schwimmbad, das gerade mit der neuen Dreifeldturnhalle auf dem Campus entsteht. Trotz Energiekrise sei es richtig, es zu bauen. Köstler sprach von einer "gesellschaftlichen Aufgabe".

Ein warmer Pullover schadet nicht in diesem Winter: Die Verwaltungsbüros werden nur noch auf 19 Grad beheizt, die Flure gar nicht. Auch im bestehenden alten Schulschwimmbad auf dem Campus in Gräfelfing wird die Wassertemperatur heruntergedreht - auf 26 Grad. "Ein Grad Reduzierung bringt zehn Prozent Ersparnis", so Köstler. Er halte nichts davon, das Schwimmbad ganz zu schließen. Es sei gerade für die Kinder wichtig, schwimmen zu lernen. "Auch wenn Krise ist: Nichts machen, geht auch nicht." Die Gemeinde Gräfelfing leiste sich bewusst ein neues Schwimmbad. Langfristig werde es mit Geothermie beheizt.

Für den Ernstfall werden öffentliche Gebäude mit Notstromaggregaten aufgerüstet

Parallel dazu arbeitet die Gemeinde an einer Notstromversorgung für öffentliche Gebäude, die der Gemeinderat bereits vergangenes Jahr beschlossen hat. Geplant ist unter anderem eine Notstromversorgung für das Feuerwehrgerätehaus, den Malteser Hilfsdienst und die Grundschule Gräfelfing. Auch der Schulcampus in Lochham soll ausgerüstet werden und die dortige Mehrzweckhalle. Im Zuge weiterer Sanierungen soll möglicherweise auch das Rathaus mit einem Notstromaggregat ausgestattet werden.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema