Klimaschutz:Garchinger Biologe im Hungerstreik

Das Hungerstreik-Camp des Bündnisses "Hungern bis ihr ehrlich seid" im Regierungsviertel in Berlin (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Michael Winter fordert mit zwei weiteren Aktivisten von Bundeskanzler Olaf Scholz ein "radikales Umsteuern in der Klimapolitik".

Dem Hungerstreik von zwei Männern nahe dem Kanzleramt in Berlin für mehr Klimaschutz hat sich ein dritter Mann angeschlossen. Nach Mitteilung der Initiative "Hungern bis ihr ehrlich seid" erklärte der Biologe Michael Winter aus Garching bei München am Dienstag seinen Eintritt in den unbefristeten Hungerstreik im Klimacamp.

Laut der Initiative nimmt der 49-jährige Ingenieur Wolfgang Metzeler-Kick seit 7. März keine Nahrung mehr zu sich, also seit 40 Tagen. Richard Cluse hungere seit mehr als drei Wochen. Die Kampagne fordert von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) "Ehrlichkeit zur Klimakatastrophe und von der Regierung ein radikales Umsteuern in der Klimapolitik".

Die Männer wollen durchsetzen, dass Scholz eine Regierungserklärung zur Klimakrise abgibt. Darin solle er sagen, dass der "Fortbestand der menschlichen Zivilisation durch die Klimakrise extrem gefährdet" sei. Im Extremfall können Menschen den Angaben zufolge einen Hungerstreik 50 bis 70 Tage überleben.

© SZ/dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

SZ PlusMünchner Norden
:Ohne Moos kein Klimaschutz

Die Trockenlegung großer Feuchtflächen im Münchner Norden hat dazu geführt, dass das im Boden gespeicherte CO₂ freigesetzt wird. Als Moor-Managerin der Unteren Naturschutzbehörde will Christa Zeitlmann deshalb die Wiedervernässung vorantreiben.

Von Bernhard Lohr

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: