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Coronavirus im Landkreis München:Halbleere Tische, volle Parkplätze

Mit der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen kehrt im Landkreis wieder ein bisschen Normalität ins Straßenbild zurück

Von CLAUDIA WESSEL

Die Welt ist nach dem Lockdown wieder zum Leben erwacht. Auf der Autobahn A 8, deren Markenzeichen eigentlich der ewige Stau ist, und die während der Ausgangsbeschränkungen geisterhaft leer dalag, sind wieder Unternehmungslustige unterwegs in Richtung Seen und Berge. Auch auf dem Parkplatz des Möbelhauses Ikea im Gewerbegebiet Brunnthal-Nord ist es schwer wie einst, einen Platz zu finden. Und zum Glück sind Schaukel und Rutsche auf Kinderspielplätzen wieder von Kindern in Beschlag genommen worden.

Alles in allem ist es aber immer noch ruhiger als vor der Krise, das erleben vor allem Gastronomen. Natürlich zum einen, weil sie durch die Beschränkungen und die neuen Abstände zwischen den Tischen einfach weniger Gäste unterbringen. Zum anderen aber auch, weil sich viele vielleicht so sehr ans Kochen daheim gewöhnt haben, dass sie länger für die Entscheidung brauchen, doch ins Lokal zu gehen. Das muss sich wahrscheinlich erst wieder einspielen, womöglich kann es ein wenig dauern. Aber die ersten sind auf jeden Fall schon da, etwa die Stammtischbesatzung im Ayinger Biergarten. Auch die Einkaufszentren, die während des Lockdowns menschenleer waren, haben sich wieder belebt. Am meisten über die wochenlange ungewöhnliche Stille gewundert hatten sich vielleicht die Tiere im Bergtierpark Blindham. Jetzt haben sie wieder ihre gewohnte Kinderstimmenkulisse.

© SZ vom 08.06.2020

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