KinoAnschauen! Zwölf Tipps fürs Filmfest

Verschiedene Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme werden beim Münchner Filmfest zu sehen sein. Diese Filme sollten Sie gesehen haben.

"Fikkefuchs"

Wie anarchisch und lustig deutsche Filme zum Glück manchmal auch sein können, zeigt seit Jahren schon die Reihe "Neues deutsches Kino" auf dem Filmfest. Das Highlight 2017: "Fikkefucks" von Jan Henrik Stahlberg. Der Regisseur erzählt von zwei Männern, die sich beide für große Verführer halten, deren erotischer Erfolg mit diesem Selbstverständnis aber nicht ganz korrespondiert. Wie also umgehen mit all den hübschen Mädchen in den kurzen Röckchen, die als Dauerverlockung auf der Straße unterwegs sind?

Da wäre einmal das Modell mittelalter Sack: Rocky (Stahlberg selbst) war angeblich mal der größte Aufreißer von, na ja, Wuppertal, aber mittlerweile ist er eher eine wandelnde Houellebecq-Karikatur. Er steigt in Berlin Frauen hinterher, die niemals mit ihm schlafen werden. Zum Trost liest er abends Philip Roth. Sein Sohn Thorben (Franz Rogowski) wiederum versucht, seine sexuelle Frustration mit Youporn-Orgien zu therapieren. Eine fiese kleine Tragikomödie über die Untiefen männlicher Triebhaftigkeit, bei der sich Dr. Freud bestimmt zufrieden den Bart gekrault hätte.

Fikkefuchs, Regie: Jan Henrik Stahlberg, Fr., 23. Juni, 20 Uhr, ARRI Kino, So., 25. Juni, 17.30 Uhr, HFF Kino 1, Mi., 28. Juni, 15 Uhr, Münchner Freiheit 1, So., 1. Juli, 12.30 Uhr, HFF Kino 1 Von David Steinitz

Bild: Filmfest München 2017 23. Juni 2017, 16:092017-06-23 16:09:30 © SZ vom 22.Juni 2017/baso