Harthof Millionen fürs Zehnerlhaus

Ihnen scheint es zu gefallen: Zwei Jahre nach dem Abriss ist das Kinder- und Jugendhaus an der Wegenerstraße durch einen Neubau ersetzt worden.

(Foto: privat)

Am Freitag wird der Neubau mit einer großen Feier eröffnet

Von Thomas Kronewiter, Harthof

Wenn eine Einrichtung so alt ist wie das "Zehnerlhaus" an der Wegenerstraße, ranken sich darum gewöhnlich Anekdoten in Hülle und Fülle. Das gilt erst recht für das Kinder- und Jugendhaus an der Wegenerstraße, die im Jahr 1953 mit Hilfe von gespendeten "Kinderzehnerln" eröffnete erste Freizeitstätte im Münchner Norden, die dritte in München überhaupt. So wird die Erzählung eines Nachbarn kolportiert, der einst als Besucher gesehen haben will, wie Uschi Obermaier mit Bandmitgliedern der Rolling Stones im Schlepptau durch die Tür hereingekommen sei - um bei einer gut besuchten Tanzveranstaltung abzurocken.

Nun beginnt der nächste Abschnitt in der spannenden Geschichte der für den Harthof so wichtigen Einrichtung: Zwei Jahre nach dem Abriss der alten Gebäude wird an diesem Freitag der Neubau eröffnet. Wenn dazu Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) die Glückwünsche der Stadtspitze überbringen wird, geschieht dies auch in Anerkennung der pädagogisch wertvollen Arbeit, die künftig auf 345 Quadratmetern stattfinden kann.

4,6 Millionen Euro haben sich die Stadt und der Bayerische Jugendring die Erneuerung der Einrichtung des Kreisjugendrings München-Stadt kosten lassen. Das schließt moderne Technik und eine energetisch nachhaltige Bauweise ein. Nicht von ungefähr wird das fertige Haus am 25. und 26. Juni stolz bei den bayernweiten "Architektouren" präsentiert.

Schon 2001 hatte die bestens etablierte Adresse an der Wegenerstraße einen Anbau bekommen, der die größte Raumnot gelindert und beispielsweise ein Hausaufgabenzimmer integriert hat. 2013 wurden die alten Gebäude dann doch abgerissen, seitdem spielten die Kinder und Jugendlichen in Containern.

Der Neubau des Kinderhauses und des Jugendtreffpunkts gehört zum münchenweiten Sanierungsprogramm, das 26 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen zugute kommt. Im Kinderhaus sind Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren zu Spielen, Kochaktionen, Toben, Ausflügen und pädagogischer Begleitung willkommen. Der Jugendtreff wendet sich an die bis zu 18-Jährigen, die neben diversen Freizeitaktivitäten auf Beratung in allen Lebenslagen hoffen dürfen. An diesem Freitag, 3. Juni, wird von 14 Uhr an drinnen und draußen gespielt, gegen 17 Uhr werden die Bürgermeisterin und alle anderen Festgäste erwartet.