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Haidhausen:Radweg zum Ostbahnhof gefordert

Der Bezirksausschuss (BA) Au-Haidhausen will zwischen Haidenau- und Orleansplatz eine der zwei Fahrspuren in Richtung Ostbahnhof zugunsten eines Radwegs aufgeben. Diesen Antrag ans Rathaus hat das Gremium auf Initiative der Grünen beschlossen - gegen vier CSU-Stimmen. Es gebe entlang der Grillparzerstraße zwar einen "schönen Radweg", sagte Heidrun Stangenberg (Grüne). Doch dieser ende am Haidenauplatz im Nichts. Dort würden Fahrräder mittels Markierungen auf die Straße geleitet, wo es "sehr gefährlich" werde, so Stangenberg, "weil da sehr viel Großverkehr ist". Zwar gebe es auf der anderen Straßenseite einen Radweg, doch dieser sei zu schmal, um ihn für beide Fahrtrichtungen zu nutzen, argumentierten die Grünen.

Dem wollte Andreas Micksch (CSU) nur teilweise zustimmen: Eine Radspur zwischen Haidenauplatz und der Einfahrt zur Spicherenstraße wäre eine Verbesserung. Weiter in Richtung Orleansplatz jedoch drohe wegen der Ampel an der Elsässer Straße ein "Mordsstau", wenn man eine Fahrspur aufgeben würde. "Dann stehen sie da bis zur Grillparzerstraße." Demgegenüber argumentierte Martin Wiesbeck (Grüne), dass es für alle Verkehrsteilnehmer eine Entlastung sei, "wenn sich die Autos nur noch auf einer statt auf zwei Spuren stauen". Und auf den Hinweis von Heinz-Peter Meyer (SPD), auf der gegenüberliegenden Straßenseite sei ein zweispuriger Radweg geplant, erwiderte Ullrich Martini (Grüne): "Das ist für die Leute, die aus der Grillparzerstraße kommen, keine Lösung." Letztlich beschloss der BA mit deutlicher Mehrheit, die Errichtung des Radwegs zu fordern.

© SZ vom 09.11.2020 / stä
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