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Giesing:Jugendprotest damals und heute

Die einen sind gegen den Vietnamkrieg oder für den Atomausstieg auf die Straße gegangen - oder eben nicht. Die anderen fordern unter dem Banner von "Fridays for Future" zum Handeln in der Klimakrise auf. Eigentlich wollte das Kunstkollektiv-Büro "Grandezza" Menschen beider Generationen im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof zusammenbringen. Weil das pandemie-bedingt derzeit nun mal nicht funktioniert, wird das Dialog-Projekt "play\rewind" ins Internet verlegt.

Via Mobiltelefon und Computer begegnet man sich nun am 29. Mai und 26. Juni jeweils von 15 bis 18 Uhr per Videokonferenz. In diesen dreistündigen Sessions diskutieren jeweils drei Jugendliche und drei Senioren miteinander. Anhand vorbereiteter Materialien setzen sie sich mit einer konkreten Fragestellung auseinander und teilen dabei ihr Erfahrungswissen. Dann entwickeln die beiden Gruppen Fragen, die sie aneinander haben - jedoch in getauschten Rollen. Die Senioren antworten als "künftige Alte" und berichten in einer fiktiven Zukunft von den Fridays-for-Future-Demos damals, 2020. Die Jugendlichen antworten als "ehemalige Junge", damals Ende der 60er, Anfang der 70er. Das Thema beider Termine lautet "Wohin mit der Wut?" Anmeldung ist mit Altersangabe unter anmeldung@buerograndezza.org möglich.

© SZ vom 23.05.2020 / czg

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