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Giesing:Freie Sicht aufs Spielfeld

Stadion-Ausbau soll Situation der Rollstuhlfahrer verbessern

Der Stadionausbau an der Grünwalder Straße bleibt im Viertel umstritten, er bietet aber auch die Chance auf Verbesserungen, etwa bei der Barrierefreiheit. Wie das Referat für Bildung und Sport (RBS) auf einen Antrag des Bezirksausschusses (BA) vom Mai hin mitteilt, sollen im Zuge des Ausbaus zusätzliche und bessere Plätze für Rollstuhlfahrer entstehen. Vorgesehen ist dafür das Vorfeld der Stehhalle an der Nordseite der Arena. Dort existiert zwar bereits eine rollstuhltaugliche Fläche, allerdings ist die Sicht durch einen 2,20 Meter hohen Zaun eingeschränkt, der die Stehtribüne vom Spielfeld abgrenzt. Außerdem liegen die Plätze außerhalb des Dachs und sind der Witterung ausgesetzt.

Beim Umbau sollen nun die ersten Stehplatzreihen zurückgebaut werden, sodass die Tribüne auf einer Höhe von 1,30 Meter endet. Mit einem 90 Zentimeter hohen Zaun zur Absturzsicherung beträgt der Höhenunterschied zum Spielfeld wieder 2,20 Meter, sodass der vordere Zaun abmontiert werden kann. Rollstuhlfahrer haben so freien Blick, ohne den hinter ihnen stehenden Fans die Sicht zu nehmen. Außerdem rücken die Plätze unter den Schutz des Dachs. Seitliche Rampen und ein Podest sollen die Zufahrt erleichtern.

Das RBS verspricht außerdem zu prüfen, ob der Ausbau auf 18 060 Plätze noch durch den Bestandsschutz gedeckt ist. Nicht berücksichtigt ist dabei ein Antrag der Bürgerversammlung 2018, es bei den aktuell 15 000 Plätzen zu belassen. Besserung gelobt die Stadt bei der Einbindung von Lokalpolitikern, Fans und Anwohnern. Im Sommer hatte der BA fehlende Transparenz und Mitsprache gerügt.