Telekom plant für 2014 Schnelles Internet für ganz Bruck

Die Telekom beabsichtigt den Ausbau des VDSL-Netzes und hat dafür eine Absichtserklärung unterschrieben.

Von Erich C. Setzwein

Die schnellste herkömmliche DSL-Geschwindigkeit ist DSL 16 000. Mit VDSL ist aber auch deutlich höheres Surftempo möglich.

(Foto: dpa-tmn)

Die Programme fürs und im Internet werden immer umfangreicher, die Uploads und Downloads müssen mittlerweile riesige Datenmengen transportieren - und in weiten Teilen der Kreisstadt Fürstenfeldbruck fehlt ein taugliches Breitbandnetz. Nachdem nur bestimmte Bereiche mit dem ultraschnellen Glasfasernetz durchzogen sind und ein weiterer Ausbau für die Telekom nach eigenen Aussagen zu teuer ist, will der Kommunikationskonzern im kommenden Jahr zwar nicht die schnellste, dafür aber eine stabile schnelle Leitung anbieten. Am Freitag unterzeichnete Fürstenfeldbrucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer zusammen mit Ralf Niepel und Konrad Königsberger von der Telekom eine Absichtserklärung für den Bau des Netzes in VDSL-Qualität in allen bisher nicht ausgestatteten Stadtteilen. Absicht ist, dass die Telekom die Planung und den Bau im Jahr 2014 unternimmt und die Stadt ihr dabei hilft, indem sie die notwendigen Verwaltungsverfahren beschleunigt. Das neue Netz unterscheidet sich vom bisher installierten dadurch, dass zwar Glasfaserkabel bis zu Verteilstationen verlegt werden, die Hausanschlüsse aber nicht mit Glasfaser-, sondern mit Kupferkabeln erfolgen. Der große Unterschied ist die Spitzengeschwindigkeit: Schießen durch Glas bis zu 200 Megabit pro Sekunde (MBit/s), sind es bei VDSL zunächst lediglich bis zu 50 Megabit. Niepel kündigte aber die technische Aufrüstung der Leitungen auf bis zu 100 MBit/s an, wenn ein noch laufendes Zulassungsverfahren für die neue Technik abgeschlossen sei. Die Kosten für die Telekom konnte Niepel nicht nennen, mögliche Kosten für die Kunden seien variabel. Niemand werde zum Anschluss gezwungen, Kunden könnte dann Telekom-Produkte buchen.