Fürstenfeldbruck:Zuschuss und Darlehen für Sportzentrum

Fürstenfeldbruck: Das Neubauprojekt an der Cerveteristraße, nördlich des Stadtwerkegeländes (hier eine Aufnahme vom Juli).

Das Neubauprojekt an der Cerveteristraße, nördlich des Stadtwerkegeländes (hier eine Aufnahme vom Juli).

(Foto: Johannes Simon)

Beschluss des Stadtrats nach nicht öffentlicher Sitzung. Neubauprojekt im Westen kostet mindestens 2,5 Millionen Euro mehr als geplant.

Von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck

Das Sportzentrum III im Westen von Fürstenfeldbruck kann trotz stark gestiegener Kosten fertiggestellt werden. In nicht öffentlicher Sitzung sprach sich der Stadtrat am Dienstag mehrheitlich für die Freigabe der erforderlichen Mittel aus. Das bestätigte Oberbürgermeister Christian Götz (BBV) am Mittwoch. Das 2018 auf etwa fünf Millionen Euro veranschlagte Gelände nebst Fußballplätzen und Sport- sowie Schützenheim, das von TSV West und der Sportschützenvereinigung genutzt wird, dürfte der Stadt Mehrkosten von etwa 2,5 Millionen Euro bescheren. Aus einem vor gut einem Jahr befristet gewährten Darlehen über zwei Millionen Euro wird nun ein Investitionskostenzuschuss. Weitere 500 000 Euro, die zur Fertigstellung erforderlich sind, werden dem als Bauträger auftretenden TSV West als "vorerst" unverzinstes Darlehen gewährt. In einem umfangreichen Prüfbericht weist die Rathaus-Revision Stadtrat, Verein und Planungsbüro jeweils eine Mitverantwortung an der erst spät bekannt gewordenen Kostenexplosion zu. Götz räumte auf Nachfrage zudem Versäumnisse der Stadtverwaltung ein, die das große Bauvorhaben unter seinem Vorgänger Erich Raff (CSU) nicht ausreichend kontrolliert habe. So fehlte es an einem städtischen Projektsteuerer, der das Millionenprojekt überwacht. Man werde Lehren aus dem Fall ziehen und vorsichtiger sein, versichert Götz, der sich sicher ist: "So etwas könnte heute nicht mehr passieren."

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