bedeckt München 20°

Entwicklungshilfe:Karmasin sammelt für "1000 Schulen"

Landrat wirbt um Unterstützung für Projekte in Afrika

Von Heike Batzer, Fürstenfeldbruck

Weihnachten ist die Zeit der Spenden, und so wirbt Landrat Thomas Karmasin (CSU) dieser Tage verstärkt um Spenden für das Projekt "1000 Schulen für unsere Welt". Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der kommunalen Spitzenverbände in Deutschland. Ziel ist, Menschen durch Bildung eine Zukunft in ihrer Heimat zu ermöglichen und ihnen Perspektiven vor Ort zu verschaffen, so dass sie sich nicht zur Flucht beispielsweise nach Europa entschließen müssen. "Die Lebensbedingungen in den Ländern des globalen Südens gehen uns alle an", heißt es daher in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Die Aktion "1000 Schulen für unsere Welt" soll nun auch mit Hilfe von Spenden aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck Schulbauten in Afrika finanzieren. Nach Erkenntnissen der Initiative benötigt man etwa 50 000 Euro, um eine neue Schule zu errichten. Beim diesjährigen Wirtschaftsempfang des Landkreises vor einigen Wochen wurden zwei Kunstgegenstände zugunsten der Initiative versteigert und daraus 1053,80 Euro erlöst.

Die jeweiligen Spender geben ihr Geld für ein ganz konkretes Schulbauprojekt, die Abwicklung übernimmt die jeweilige Partnerorganisation in Deutschland. Jeder gespendete Euro wird für das jeweilige Projekt verwendet. Unterstützt werden sollen mit Spenden aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck die Grundschule in Bomongo/Kongo, die Sankt-Zoe-Schule in Kagoma/Uganda und Kindergarten, Vorschule und Grundschule in Githunguri, Ruai und Machakos/Kenia sowie Grundschulen in Illico, Yopé-Tsiviepe, Tchaloude, Djegbakondji, Takpamba, Bonsoukou und Koutangiègou, allesamt in Togo. Ansprechpartner für die Projekte sind die Kolpingfamilie Olching, der Zoe-Unterstützerkreis Türkenfeld, die Reiner-Meutsch-Stiftung "Fly & Help" und die "Pit Togohilfe" mit Sitz in Fürstenfeldbruck.

Landrat Karmasin will neben dem "1000 Schulen"-Projekt auch den Verein "Pit Togohilfe" seiner Maisacher CSU-Parteikollegin Margret Kopp sowie den ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Fürstenfelbrucker Caritas mit Spenden unterstützen und dafür auf persönliche Neujahrsgrüße verzichten.

© SZ vom 27.12.2019

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite