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Althegnenberg/Erfurt:Messerstecher festgenommen

25-Jähriger fällt Schaffner in einem Schnellzug bei Erfurt auf

Die Polizei hat den mutmaßlichen Messerstecher festgenommen, der am Sonntag in einem ICE auf einen Schaffner eingestochen und diesen dabei schwer am Hals verletzt hat. Nach einem Nothalt des Schnellzugs war der Täter, der kein gültiges Ticket hatte, geflüchtet. Am Montag fiel einem Zugbegleiter eines anderen Schnellzugs nahe Erfurt ein Mann auf, auf den die Personenbeschreibung des Flüchtigen passte. Mit Hilfe eines im Zug mitfahrenden Polizeibeamten aus Bayern wurde der Mann vorläufig festgenommen - er leistete keinen Widerstand. Mit sich führte er ein Teppichmesser (Cuttermesser). Derzeit wird geprüft, ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt. Im Laufe der weiteren Ermittlungen erhärtete sich nach Auskunft eines Sprechers des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord der Tatverdacht gegen den 25-Jährigen. Dieser wurde noch in der Nacht auf den Dienstag nach Fürstenfeldbruck überstellt und auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II sodann dem zuständigen Haftrichter in München vorgeführt. Noch offen ist, wie der 25-Jährige Deutsche, der Berliner Dialekt spricht, durch die Maschen der Großfahndung geschlüpft ist und von dem ländlichen Bereich zwischen Hattenhofen und Althegnenberg in den zweiten Richtung Berlin verkehrenden ICE gelangte. Als wahrscheinlich gilt, dass er zurück zum Münchner Hauptbahnhof gelangte. Der nächste mögliche Zusteigebahnhof wäre Ingolstadt.

© SZ vom 19.08.2020 / slg
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