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In die Jahre gekommen:Sanierungsfall Schule

Das Oskar Maria Graf Gymnasium in Neufahrn hat einen ziemlich heißen Sommer erlebt.

(Foto: Marco Einfeldt)

Bei vielen Gymnasien im Landkreis stehen Sanierungsarbeiten an. In Neufahrn hofft man auf neue Jalousien. Die alten sind defekt, im Juli kletterten die Raumtemperaturen auf bis zu 38 Grad.

Nur noch wenige Ferientage trennen die Gymnasialschüler von ihren Klassenzimmern. Während an den fünf Gymnasien des Landkreises die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, hat das Neufahrner Oskar-Maria-Graf-Gymnasium (OMG) noch ein ganz anderes Problem.

Am OMG hätten in den Sommerferien Sanierungsarbeiten stattfinden sollen, aber die Räumlichkeiten blieben laut Schulleiter Franz Vogl bislang unverändert. "Der Sommer ist für das OMG die größte Katastrophe", beklagt Vogl. "Die in die Jahre gekommenen Jalousien funktionieren nicht mehr." Dank eines Baufehlers hätten sich die Klassenzimmer des 24 Jahre alten Gebäudes diesen Sommer auf bis zu 38 Grad erhitzt. Die Temperaturen seien kaum zu ertragen gewesen. Gescheitert seien die Sanierungsarbeiten an den Handwerkern. Das Geld sei bereit gestellt gewesen, die Klassenzimmer sind geräumt worden und der Auftrag war vergeben - doch durchgeführt habe ihn keiner. "Einen weiteren Supersommer werden wir am OMG nicht überleben", ist Vogls Befürchtung. Vor allem die Ganztags-Schüler würden unter der Hitze des Nachmittags leiden. Das Schuljahr 2018/19 ist das zehnte und zugleich letzte Jahr für den Schuldirektor Franz Vogl.

Vielerorts werden Sporthallen renoviert

Auch am Moosburger Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium und dem Camerloher-Gymnasium in Freising müssen heuer Sanierungen durchgeführt werden. In beiden Fällen sind es die Sporthallen, die verfallen. Am Moosburger Gymnasium bestand laut Schulleiterin Karolina Hellgartner dringender Sanierungsbedarf. "Es gab große energetische Probleme", berichtet sie. Besonders im Winter sei es in der Turnhalle des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums sehr kalt gewesen, da das Dach die Wärme nach außen abgeleitet hätte. Die Sanierungsarbeiten werden in der Moosburger Sportstätte noch bis zum Ende des Kalenderjahres 2018 andauern. Währenddessen müssen die rund 700 Schüler auf andere Sportanlagen ausweichen.

Selbiges gilt zum Teil auch für die 797 Kinder und Jugendlichen am Camerloher-Gymnasium. Dort finden an zwei der drei Sporthallen Sanierungsarbeiten statt. Unterrichtsausfälle seien aber laut Schulleiterin Andrea Bliese nicht zu befürchten. "Der Sportunterricht wird durch die verbleibende dritte Halle und durch die Anmietung externer Sportstätten in vollem Umfang gesichert", verkündet sie in einem Schreiben.

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Am Domgymnasium sind die Umbauarbeiten schon vorbei

Im Gegensatz dazu verspricht es für das kleinste Gymnasium Freisings ein ruhiges Jahr zu werden. Am Dom-Gymnasium sind in den vergangenen Jahren umfangreiche Neukonzeptionen und Sanierungsarbeiten in den Fachräumen für Physik und Chemie durchgeführt worden. "Im kommenden Schuljahr ist nichts Größeres zu erwarten", sagt Schulleiter Manfred Röder. Ob es im Schuljahr 2018/19 am Josef-Hofmiller-Gymnasium zu Sanierungen kommt, war nicht zu erfahren. Aus Zeitgründen konnte sich die Schulleitung dazu nicht äußern.

Knapp 3800 Schüler werden ab kommenden Dienstag den Unterricht am Camerloher-Gymnasium, Josef-Hofmiller-Gymnasium und Dom-Gymnasium in Freising, sowie am Oskar-Maria-Graf-Gymnasium in Neufahrn und am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium in Moosburg antreten. Unter ihnen befinden sich in diesem Jahr 534 Fünfklässler. Trotz des befürchteten Lehrermangels an bayerischen Schulen, konnte an den fünf Gymnasien des Landkreises die Gesamtversorgung abgedeckt werden. Solange es zu keinen größeren Krankheitswellen komme, dürfte es an den Schulen keine Pflichtunterrichtsausfälle geben.

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