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Umbruch bei der Freisinger Polizei :Ernst Neuner geht nach München

Inspektion in der Domstadt wird übergangsweise vom bisherigen Stellvertreter Michael Ertl geleitet.

Von Birgit Goormann-Prugger, Freising

Der langjährige Leiter der Polizeiinspektion Freising, Ernst Neuner, hat Freising zum 1. Mai verlassen und leitet jetzt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsüberwachung, kurz VPI VÜ, in München. Ein Nachfolger für Neuner steht nach Aussagen eines Sprechers der Freisinger Polizei noch nicht fest. Der solle aber kommen, hier warte man noch auf eine Entscheidung des Innenministeriums. Übergangsweise geleitet werde die Polizeiinspektion Freising derzeit von Neuners Stellvertreter Michael Ertl.

Neuner, der in München wohnt, begann mit einer klassischen Polizeiausbildung und fuhr viele Jahre Streife. Eigentlich habe er sich nichts anderes vorstellen können, sagt er der SZ in einem Interview - aber mit 26 habe ihn die Neugier gepackt und er habe sich als Freiwilliger für einen Auslandseinsatz nach dem Bürgerkrieg in Bosnien gemeldet. Danach durchlief Neuner nahezu alle Bereiche des Polizeidienstes, kennt die Menschen aus seiner Zeit als Streifenpolizist, war bei der Kripo, beim Staatsschutz und im Planungsstab.

Der Freisinger CSU-Stimmkreisabgeordnete und Staatsminister Florian Herrmann nutzte die persönliche Verabschiedung dafür, sich bei Neuner für die sehr gute Zusammenarbeit zu bedanken. "Ernst Neuner hat die Polizeiinspektion Freising seit 2014 stets mit Umsicht und Bedacht sehr erfolgreich geleitet. Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie, die für die Polizistinnen und Polizisten zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt, braucht man Führungspersönlichkeiten wie Neuner, die mit ihrem großen Engagement und ihrer Motivation anderen ein Vorbild sind", so Herrmann in einer Mitteilung.

© SZ vom 04.05.2021 / bt
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