Korbiniansjahr:Sondermedaillen aus Gold, Silber und Kupfer

Korbiniansjahr: Medaillen aus Gold, Silber und Kupfer sollen an das Erscheinen des Heiligen Korbinian in Freising erinnern.

Medaillen aus Gold, Silber und Kupfer sollen an das Erscheinen des Heiligen Korbinian in Freising erinnern.

(Foto: Marco Einfeldt)

Aus Anlass des Jubiläumsjahres geben Stadt Freising und die Sparkasse Freising Moosburg eine Edition von Sammlerobjekten heraus. Auf der Vorderseite ist der Heilige Korbinian zu sehen, auf der Rückseite das Stadtwappen und Rathaus.

Von Peter Becker, Freising

Sondermedaillen in Gold, Silber und Kupfer legt die Sparkasse Freising Moosburg zum Stadtjubiläum "1300 Jahre Korbinian in Freising" auf. Das Motiv ist unverkennbar: Die Vorderseite zeigt den Heiligen Korbinian mit dem gezähmten Bären zu seinen Füßen. Vorlage ist ein Holzschnitt aus dem 15. Jahrhundert. Die Rückseite zeigt die Front des Freisinger Rathauses mit der Pfarrkirche im Hintergrund, die Mariensäule, das Stadtwappen und die Jahreszahl 2024. Vorgestellt wurde die Sondermedaille am Montag während eines Pressegesprächs im Rathaus.

Die Medaille ist als Sammlerobjekt in limitierter Auflage konzipiert. Von der Ausführung in Gold gibt es zehn Exemplare zum Preis von knapp 2000 Euro. Eine davon erhält das Freisinger Stadtarchiv. Die Variante in Feinsilber, geprägt wurden 300 Stück, kostet 75 Euro, die in Kupfer (500) 39,50 Euro. "Wir hoffen, dass wir nicht darauf sitzen bleiben", sagte Michael Langauer, Vorsitzender des Sparkassen-Vorstands. Die Medaillen gibt es von Samstag, 16. März, zur Eröffnung des Korbiniansjahrs in der Touristinfo und im Finanzcenter der Sparkasse in Freising zu kaufen. An eine zusätzliche Auflage ist nicht gedacht. "Wenn die Medaillen weg sind, dann sind sie weg", sagte Langauer.

Die goldene Variante geht in den Bestand des Freisinger Stadtarchivs ein. Dessen Leiter, Florian Notter, sagte, dass die Prägung der Medaillen in Freising eine lange Tradition habe. Vor der Säkularisation lag diese natürlich in erster Hand bei den Fürstbischöfen und Bischöfen. Diese nutzten sie zu ihrer Selbstdarstellung. Wobei zwischen der Prägung von Medaillen und Münzen zu unterscheiden sei, sagte Notter.

Die Stadt hat erst später die Tradition der Herausgabe von Medaillen fortgesetzt. In Form von Verdienstmedaillen, die einen hohen Wert haben. Oder aber zu Gewerbeschauen im 19. Jahrhundert, den Vorläufern der heutigen Volksfeste. Im Stadtarchiv gibt es ein Buch der Druckerei Sellier, das einen annähernd vollständigen Überblick über die Medaillen der Stadt Freising gibt.

Zu den Korbiniansjahren wurden schon in der Vergangenheit Medaillen geprägt. Die erste der Stadt stammt aus dem Jahr 1824. Veranlasst hat sie der Freisinger Magistrat. Die zweite Medaille stammt aus dem Jahr 1924. Sie entstand auf Initiative des Erzbistums und zeigt das Porträt des damaligen Kardinals Michael Faulhaber. Ob das Erzbistum 2024 auch eine Medaille herausgeben wolle, das ist Notter nicht bekannt.

Korbiniansjahr: Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, Mediendesignerin Marietta Pichlmaier, Michael Langauer (Vorstand Sparkasse) und Stadtarchivar Florian Notter zeigen die Vorlage für die Medaille.

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, Mediendesignerin Marietta Pichlmaier, Michael Langauer (Vorstand Sparkasse) und Stadtarchivar Florian Notter zeigen die Vorlage für die Medaille.

(Foto: Marco Einfeldt)

Das Jahr, als der Heilige Korbinian in Freising erschien, wird gleichgesetzt mit der Gründung der Stadt. Deshalb geben Stadt und Sparkasse die Medaille gemeinsam heraus. Die Idee dazu entstand zu Beginn des Jahres 2023. Mit initiiert hat sie der damalige Vorsitzende des Sparkassen-Vorstands Johann Kirsch. Im Zusammenhang mit dem Korbiniansjubiläum finden im Atrium des Geldinstituts Ausstellungen von den Partnerstädten Freisings, Waidhofen an der Ybbs, Obervellach, Weißenkirchen und Skofja Loka, statt. Die Sparkasse nimmt außerdem im September mit einem eigenen Wagen am Festumzug teil.

Mediendesignerin Marietta Pichlmaier vom Vertriebsmanagement der Sparkasse sagte, die Medaillen seien in einer Prägeanstalt in Karlsfeld hergestellt worden. Jedes Exemplar befinde sich in einem Etui. Die wertvollsten Exemplare aus Gold befinden sich zusätzlich in einer Schatulle aus Holz.

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