Flughafenregion:Neues Postgesetz verringert Zahl der Nachtflüge

Flughafenregion: Die Reform des Postgesetzes könnte zu weniger Nachtflügen führen.

Die Reform des Postgesetzes könnte zu weniger Nachtflügen führen.

(Foto: Johannes Simon)

Die Post soll künftig mehr Zeit für die Zustellung von Briefen bekommen.

Für die Flughafenregion von Bedeutung sind die am Wochenende vorgestellten Pläne des Wirtschaftsministeriums zur Reformierung des Postgesetzes, informiert Leon Eckert, Bundestagsabgeordneter der Grünen, in einer Pressemitteilung. Demnach soll die Deutsche Post AG künftig mehr Zeit für die Zustellung von Briefen bekommen. Eine positive Folge zugunsten Anwohnender und des Klimaschutzes wäre, dass viele Nachtflüge durch diese Neuregelung an deutschen Flughäfen vermieden werden könnten. Eckert, der selbst aus der Flughafenregion stammt, freut sich darüber, dass sein Vorschlag in die Reform übernommen worden ist.

Seine Überlegung besteht darin, die entsprechende Dienstleistungsverordnung der Post so abzuändern, dass die für die Zustellung von Briefen benötigten Nachtflüge überflüssig werden. Dies bedeute eine spürbare Entlastung für die Menschen in der Flughafenregion mit ihrer starken Lärm- und Feinstaubbelastung, stellt der Bundestagsabgeordnete fest. Durch die Reformen würden laut Eckert jährlich etwa 1500 Inlandsflüge, inklusive derer in der Nacht, wegfallen. Die Deutsche Post AG hat bisher eine Ausnahmegenehmigung, um Briefe fristgerecht zustellen zu können. Deswegen dürfen am Flughafen im Erdinger Moos jede Nacht Flugzeuge zum Brieftransport starten und landen. Doch gerade nachts kann Fluglärm für die Anwohnenden gesundheitliche Folgen haben. Die Anwohnenden würden so während dieser besonders sensiblen Zeit weniger gestört.

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