Ende einer kleinen Tradition:Der Echinger Neujahrsempfang ist Geschichte

Ende einer kleinen Tradition: Einen Neujahrsempfang im Bürgerhaus samt Konzert, wie hier im Januar 2018, wird es in Eching künftig nicht mehr geben.

Einen Neujahrsempfang im Bürgerhaus samt Konzert, wie hier im Januar 2018, wird es in Eching künftig nicht mehr geben.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der Gemeinderat beschließt hinter verschlossenen Türen, die Veranstaltung nach rund 20 Jahren abzuschaffen und durch ein Bürgerfest im Zwei-Jahres-Rhythmus zu ersetzen.

Von Klaus Bachhuber, Eching

Zum Start ins neue Jahrtausend hat die Gemeinde Eching etwas Neues eingeführt. Am Dreikönigstag 2000 lud Bürgermeister Josef Riemensberger erstmals zu einem Neujahrsempfang. Im Jahr zuvor hatte das Bürgerhaus erstmals ein Neujahrskonzert mit einem Walzer-Ensemble aus Wien angesetzt. 2000 wurde dies dann zum Probelauf eines Empfangs ausgebaut.

Die Kombination aus Konzert, traditionell Walzer-lastig, und Empfang schlug seinerzeit eminent ein - die Auflage 2001 musste wegen des Andrangs in zwei Schichten gesplittet werden. Die Veranstaltung etablierte sich als schöne Tradition, jährlich gepflegt, unterbrochen nur von den Corona-Lockdowns.

Nach einigen Jahren schwenkte man auch um auf die ortseigenen Talente und das Neujahrskonzert wurde nur mehr gestaltet von den beiden Echinger Blaskapellen und den unterschiedlichsten Ensembles und Solisten der eigenen Musikschule.

Jetzt ist der Empfang Geschichte. Schon 2023 war er abgesagt worden, um das Geld lieber der großen Jubiläumsfeier "1250 Jahre Eching" im Juli zuzuschlagen. Und jetzt wurde der Neujahrsempfang komplett aus dem Festkalender gestrichen. Hinter verschlossenen Türen hat sich der Gemeinderat festgelegt, die Kosten des Empfangs künftig für ein Bürgerfest im zweijährigen Turnus einzusetzen.

Die Neuerung habe er vorgeschlagen, sagte Bürgermeister Sebastian Thaler auf Anfrage. Er sei "der Meinung, dass auf einem Neujahrsempfang nur wenige Bürger vertreten sind und ein Sommerfest für alle etwas bietet".

Künftig sollen alle zwei Jahre 50 000 Euro für ein Sommerfest ausgegeben werden

Bislang standen nach seinen Angaben 22 500 Euro für den Empfang im Budget, künftig sollen alle zwei Jahre rund 50 000 Euro für ein Sommerfest vorgesehen werden. Auch Sommerfeste haben eine Historie in Eching, etwa unter dem Titel "Urlaub dahoam", haben sich aber nie etablieren können.

Eingeführt worden waren Sommer-Aktivitäten, um einerseits den Bürgerplatz zu bespielen und andererseits den erzwungenen Wegfall des Volksfestes zu kompensieren. Das Echinger Volksfest, früher an dem Festplatz nördlich der Dreifachhalle, wo jetzt der Parkplatz für Halle und Feuerwehr liegt, war an Beschwerden von Anliegern gescheitert.

Der Neujahrsempfang hat somit exakt 20 Jahre überdauert, da die Auflage 2020 unerwartet die letzte war. 2021/22 scheiterte er an den Lockdown-Vorschriften, 2023 sparte man fürs Jubiläum an. Das erste neue Sommerfest dürfte dann wohl 2025 steigen.

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