Commerzbank:Tägliche Routine

Digitale Beratung: Zur Baufinanzierung per Videokonferenz

Auch bei den Privatkunden ist Mobile-Banking immer stärker gefragt.

(Foto: dpa)

Der Trend zur Digitalisierung ist durch die Corona-Krise bei den Kundengesprächen noch einmal beschleunigt worden

Von Petra Schnirch

Trotz der Herausforderungen durch die Pandemie zieht die Commerzbank Freising eine positive Bilanz für das Jahr 2020. Im Fokus sei vor allem die Unterstützung von Unternehmenskunden gestanden, sagt Filialdirektorin Julia Sperrer, sie ist zuständig für den Marktbereich Freising und Erding. In der Region Freising habe die Commerzbank KfW-Coronakredite in Höhe von zwölf Millionen Euro bereitgestellt.

Der Trend zur Digitalisierung sei durch die Corona-Krise noch einmal beschleunigt worden - auch bei den Geschäftskunden. "Viele Firmen in Freising haben sich stärker mit dem Thema beschäftigt und erledigen immer mehr Finanzgeschäfte digital", sagt Sperrer. 80 Prozent der Kundengespräche in diesem Segment hätten in den vergangenen Monaten per Videokonferenz stattgefunden. Vor zwei Jahren seien das Einzelfälle gewesen, inzwischen sei dies für Firmenkunden und Finanzbetreuer "zur täglichen Routine" geworden. Auch bei den Privatkunden gehe der Trend hin zu digitalen Anwendungen, vor allem Mobile-Banking sei gefragt. Die Zahl der Banking-App-Nutzer in der Region sei im vergangenen Jahr um 33 Prozent gestiegen. Seit Juli 2020 können laut Sperrer auch Wertpapiere per Smartphone gekauft werden. Jeder dritte Neukunde sei 2020 bereits online zur Commerzbank gekommen. "Insgesamt haben wir 2020 in Freising netto 404 neue Kunden gewinnen können", bilanziert die Filialdirektorin. In der Marktregion betreue das Geldinstitut insgesamt 12 011 Kunden, davon 9120 in der Filiale in Freising.

Während der Lockdown-Zeit ist nach Angaben der Commerzbank das Interesse an Geldanlagen deutlich gestiegen. "Viele Anleger haben den Kurssturz im Frühjahr 2020 genutzt und Wertpapiere gekauft - davon einige zum ersten Mal", sagt Filialleiterin Julia Sperrer. Beliebt seien Wertpapiersparpläne, hier gebe es einen Zuwachs um 35 Prozent. Insgesamt habe sich das Depotvolumen um vier Prozent auf 36 Millionen Euro erhöht. Groß sei auch die Nachfrage nach grünen Anlageformen.

Stark zugenommen hat laut Julia Sperrer zudem die Zahl der Immobilienfinanzierungen. Während der Pandemie habe sich der Wunsch nach Wohneigentum noch einmal verstärkt. Gefragt seien vor allem Immobilien mit Gärten und Balkonen. Das Neugeschäft mit Baufinanzierungen ist laut Commerzbank im Marktbereich Freising um 13,5 Millionen Euro gestiegen. Das seien 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Gesamtvolumen liege bei 83 Millionen Euro.

Die "Strategie 2024" sieht nach Angaben der Commerzbank eine digitale Bank mit persönlicher Beratung vor. Die Leistungen der Comdirect stünden künftig allen Bankkunden zur Verfügung, neben dem Beratungsangebot in den Filialen. Was der Ausbau der digitalen Angebote für Folgen hat, ob und wo deutschlandweit Filialen geschlossen werden, darüber solle im Herbst entschieden werden.

© SZ vom 20.05.2021
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