Forstenried Bänke und Wiese statt Poller

Parken nicht erwünscht: Statt der unbeliebten Poller soll ein kleiner Park den Vorplatz freihalten.

(Foto: Stephan Rumpf)

Forstbetrieb findet besseren Weg gegen widerrechtliches Parken

Von Jürgen Wolfram, Forstenried

Zum Ende des vergangenen Jahres hatte die Stadtverwaltung noch einen echten Schocker auf Lager: Sie ließ den Vorplatz des Forstbetriebs München an der Forstenrieder Allee 182 ohne jede Ankündigung mit Betonpollern abriegeln. Zur Begründung führte das Baureferat damals an, man müsse das widerrechtliche Parken auf diesem Stück städtischen Gehwegs unterbinden, allein schon, um einen geordneten Winterdienst zu ermöglichen. Die Maßnahme, die in Forstenried viele Bürger verärgert oder zu sarkastischen Bemerkungen veranlasst hat, soll nun rückgängig gemacht werden. Das jedenfalls ist der gemeinsame Wunsch des Forstbetriebs München und des Bezirksausschusses (BA) Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln.

Nach den Vorstellungen der Forstleute soll sich die abstoßende, "bepollerte" Asphaltfläche vor ihrer Haustür bald in eine kleine Parkanlage verwandeln. Zwei Grünflächen, zwei Bänke und ein Weg dazwischen, so könnten sie sich die Umgestaltung der unwirtlichen Freifläche vorstellen. Die Verhinderung des wilden Parkens auf freundliche Art, sozusagen. Im Stadtteilgremium stieß der Entwurf auf Gegenliebe, obwohl allen Mitgliedern klar war, dass mancher Forstenrieder den endgültigen Wegfall von Abstellmöglichkeiten für sein Auto bedauern dürfte. Dank einer Einlassung Hannelore Prechtels (SPD) beschäftigte sich das Gremium mit einer Detailfrage: Ob sich die beiden geplanten Parkbänke tatsächlich frontal gegenüberstehen müssten, was bekanntermaßen unpopulär sei, sollte noch einmal geprüft werden.