Mendelssohns "Elias":Ein Heiliger aus Fleisch und Blut

Mendelssohns "Elias": Der Komponist, Dirigent und Pianist Felix Mendelssohn Bartholdy in einer zeitgenössischen Darstellung.

Der Komponist, Dirigent und Pianist Felix Mendelssohn Bartholdy in einer zeitgenössischen Darstellung.

(Foto: dpa Bildfunk)

In der Stephanuskirche erklingt Mendelssohns Oratorium "Elias" in zwei Fassungen - eine davon als Familienkonzert für Kinder. Dabei erzählt Katharina Ritter aus dem Leben des zornigen Propheten.

"Stark, eifrig, auch wohl bös' und zornig und finster" - so hat Felix Mendelssohn Bartholdy die Figur des Propheten Elias einmal in einem Brief charakterisiert. Dass er Elias nicht als Heiligen darstellt, zu dem man aufschaut, sondern als jemanden aus Fleisch und Blut, der auch mal zweifelt und durch Gott wieder auf den rechten Weg kommt, ist womöglich ein Grund, warum sein 1846 entstandenes Oratorium so erfolgreich wurde - große Chöre, dramatische Musik und gleich drei Wundererzählungen begeistern das Konzertpublikum bis heute.

An diesem Sonntag erklingt das Werk in der Stephanuskirche in zwei Fassungen: Im Familienkonzert um 15 Uhr berichtet die Münchner Geschichtenerzählerin Katharina Ritter von dem zornigen Propheten, bevor die Sängerinnen und Musiker Auszüge aus dem Oratorium präsentieren. Um 18 Uhr wird dann das ganze Werk mit dem Nymphenburger Kantaten-Chor unter der Leitung von Thomas Baron aufgeführt.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Elias, So., 19. Nov., Familienkonzert 15 Uhr, ganzes Oratorium 18 Uhr, Stephanuskirche, Nibelungenstraße 51

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