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FC Bayern München:1000 Polizisten beim Risiko-Spiel gegen Piräus im Einsatz

Polizei vor der Allianz Arena

Polizisten stehen vor der Arena in Fröttmaning und kontrollieren Fußballfans. An diesem Dienstag werden noch viel mehr Beamte als üblich im Einsatz sein.

(Foto: dpa)

Warum beim Champions-League-Spiel des FC Bayern so viele Polizeibeamte im Einsatz sind, hat zwei Gründe.

Von Martin Bernstein

Am Dienstag um 20.45 Uhr beginnt in der Arena das Champions-League-Heimspiel des FC Bayern gegen die griechische Mannschaft von Olympiakos Piräus. Bis zu 1000 Polizisten werden dann im Einsatz sein. Zum einen wegen der derzeit zwar weiterhin "abstrakten", dennoch aber seit Paris, Hannover und Brüssel erhöhten terroristischen Bedrohung. Zum anderen wegen der realen Gefahr, dass unter den 66 000 Bayern-Fans und den 4000 zum Spiel erwarteten Olympiakos-Anhängern gewaltbereite Hooligans Ausschreitungen provozieren.

Militante Piräus-Fans sind nach Erkenntnissen der Polizei mit dem Bus auf dem Weg nach München.

Vor dem Hintergrund der Anschläge von Paris bittet die Polizei, auf ohnehin verbotene Pyrotechnik zu verzichten. "Gerade das Entzünden von Böllern könnte möglicherweise zu einer Panik führen und wäre deshalb absolut unverantwortlich", heißt es im Polizeipräsidium. Die Fans sollten sich auf verschärfte Sicherheitsmaßnahmen und strengere Einlasskontrollen einstellen und entsprechend früh (Einlass ist um 18.45 Uhr) zum Stadion kommen.

Wer das Gedränge in der U-Bahn meiden will, kann von 18.15 Uhr an auch mit einem kostenlosen Shuttle-Bus von der Donnersbergerbrücke zum Stadion fahren. Randalierer aus dem Umfeld beider Vereine haben am Wochenende demonstriert, worauf sich die Polizei am Dienstag möglicherweise einstellen muss.

Gewalttätige Bayern-Anhänger versuchten am Samstag in Gelsenkirchen ein Kassenhäuschen zu stürmen. Nach Polizeiangaben wurden dabei zahlreiche Menschen teilweise erheblich verletzt. Es kam zu mehreren Festnahmen. In der griechischen Liga wurde am Samstag das Spiel zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos wegen Ausschreitungen kurz vor Anpfiff komplett abgesagt.

Beim Hinspiel zwischen Piräus und München im September hatten griechische Sicherheitskräfte mit Schlagstöcken auf Bayern-Fans eingeschlagen, nachdem eine Gruppe von zum Teil vermummten Gästen die Piräus-Anhänger provoziert hatte.

© SZ vom 24.11.2015
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