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Fasangarten:Zum Schutz der Ami-Siedlung

Stadtrat macht Weg frei für Kaufverhandlungen mit dem Bund

Die Stadt will mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Eigentümerin eines Großteils der Siedlung am Perlacher Forst über deren Kauf verhandeln. Das hat die Vollversammlung des Stadtrats am Donnerstag mehrheitlich beschlossen. Den entsprechenden Antrag hatten die Fraktionen von Grüne/Rosa Liste und SPD/Volt gestellt.

Zu den Erfolgsaussichten der Gespräche merkte das Planungsreferat an, dass die Bima zuletzt die Strategie verfolgt habe, den eigenen Wohnungsbestand zu wahren und selbst Wohnungen für Bundesbedienstete zu bauen. Dementsprechend habe die Bima auch mehrere Wohnbaugrundstücke in München, die das Kommunalreferat vom Bund kaufen wollte, vom Verkauf zurückgezogen. Zudem seien umfangreiche Bestandsaufnahmen für die vorgesehene Machbarkeitsstudie in Zusammenarbeit mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung bereits fortgeschritten.

Entsprechend zurückhaltend heißt es im Beschluss: Die Voraussetzungen für einen Ankauf der Bestände durch die Landeshauptstadt scheinen daher schwierig zu sein, sollen aber zielgerichtet sondiert werden. Denn davon würden sich Antragsteller und Planungsreferat am meisten erhoffen: Es würde, wie es in der Beschlussvorlage heißt, den größtmöglichen Schutz für die städtebauliche Struktur und den Milieuschutz der Siedlung darstellen, sollten sich die Gebäude in städtischem Eigentum befinden. Falls die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, ist die Verwaltung bereits zu prüfen beauftragt, ob die Stadt auf Vergünstigungen hoffen kann, wenn sie geförderte Wohnungen errichtet.

Dem Willen der Bürgerversammlung für Obergiesing-Fasangarten, für die Ami-Siedlung eine Erhaltungssatzung zu erlassen, kam die Vollversammlung hingegen nicht nach - zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Dafür seien noch Untersuchungen notwendig, die das Planungsreferat erst noch durchführen werde.

© SZ vom 20.11.2020 / gru
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