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Fasangarten:Wohnen an der Autobahn

Projekt Münchberger Straße: Stadt kauft Investoren Grundstück ab

Dass sich der ursprüngliche Investor, die MP München Projekt GmbH & Co. KG, aus dem Bauprojekt an der Münchberger Straße zurückziehen will, war bekannt. Bekannt war ebenfalls, dass die MP deshalb ihre Flächenanteile von circa 72 Prozent am Planungsgebiet der Stadt zum Kauf angeboten hat. Diese Option hat die Stadt wahrgenommen, wie aus einer Mitteilung der Rathaus-Pressestelle hervorgeht. Demnach wurde das Kommunalreferat am 18. März vom Stadtrat beauftragt, Flächen an der Münchberger Straße am östlichen Rand des Stadtbezirks Obergiesing-Fasangarten mit insgesamt 27 594 Quadratmetern anzukaufen. Durch den Beschluss des Feriensenats im April wurden die Weichen für die städtebauliche Entwicklung des derzeit nicht bebauten Areals gestellt. Der mehrheitlich gegen die Stimmen der CSU gebilligte Bebauungsplanentwurf mit Grünordnung sieht dort 228 Wohnungen und eine Kindertageseinrichtung mit zwei Kindergarten- und zwei Kinderkrippengruppen vor. Das neue städtebauliche Projekt markiert zugleich die Stadteinfahrt entlang der A 8 Richtung Salzburg.

"Der Ankauf des Areals an der Münchberger Straße bietet uns die einmalige Chance, dort eine ausgewogene Stadtentwicklung aus einem Guss voranzutreiben. München braucht neuen Wohnraum dringend", heißt es dazu von Kommunalreferentin Kristina Frank. Bei den Planungen sei es wichtig, die Anwohnerinteressen ausreichend zu würdigen. Deren Sorgen hinsichtlich zusätzlicher Verkehrsbelastung und Lärmschutz zur Autobahn hin nehme sie ernst, damit ein lebenswertes neues Stadtquartier für die alten und neuen Bewohnerinnen und Bewohnern entstehen könne. "Da die Stadt nun alle Grundstücke dort besitzt, kann eine Quartierentwicklung aus einer Hand erfolgen", sagt die Kommunalreferentin.

© SZ vom 13.05.2020 / gru
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