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Auszeichnung für Erdinger Schwimmbad:Olympische Dimensionen

Freibad Erding

Freibad mit Auszeichnung.

(Foto: Stephan Görlich)

Die Stiftung "Lebendige Stadt" hat das Erdinger Hallen- und Freibad ausgezeichnet. Besonders mit dem Zehn-Meter-Sprungturm konnte Erding Pluspunkte sammeln.

Jetzt weiß es ganz Deutschland: Die Stadt Erding verfügt über ein preiswürdiges Hallen- und Freibad. Die Stiftung "Lebendige Stadt" hat zwar das Elypso-Schwimmbad in Deggendorf als bestes kommunales Schwimmbad ausgezeichnet. Einer von drei weiteren Anerkennungspreisen gingen jedoch an Erding, die anderen an Nienburg an der Weser und Schorndorf in Baden-Württemberg. Pluspunkte sammelte Erding mit dem Zehn-Meter-Sprungturm, der in der Region eine gewisse Einzigartigkeit hat. Aber, das betont Christoph Ruthner als Geschäftsführer der Stadtwerke Erding, es sei auch gesehen worden, dass die Stadtwerke Erding als Betreiberin des Bades "wirtschaftlich unabhängig" arbeiten könne. Andere Stadtwerke müssen ihre Gewinne abführen, die Erdinger Stadtwerke nicht.

Ein 50-Meter-Becken mit "olympischen Dimensionen", wie es in einer Pressemitteilung heißt, hat wahrscheinlich auch dem DOSB-Vorsitzenden Alfons Hörmann gefallen. Er hatte die Laudatio auf das Erdinger Hallen- und Freibad gehalten. 22 Schulen und sechs Vereine lernen, üben und kämpfen demnach im Schwimmbad. Seit 2013 gibt es außerdem auch ein Lehrschwimmbecken zum Trainieren, zum Schwimmenlernen und auch für ältere Herrschaften, die in Ruhe ihre Bahnen ziehen wollen. Darauf weist Erdings OB Max Gotz (CSU) gerne hin. Auch so trage man in Erding dem demografischen Wandel Rechnung. Was es mit der wirtschaftlichen Unabhängigkeit auf sich hat, erläutert Ruthner: Bei den Stadtwerken ist der Betrieb des Bades und auch des Eisstadions finanziell verschränkt mit den anderen Aufgaben der Stadtwerke: der Versorgung der Bevölkerung mit Strom, Wasser und Erdgas. Mit den Gewinnen aus diesen Sparten werden Defizite beim Betrieb des Bades und des Eisstadions ausgeglichen. Am Ende bleibt aber ein Gewinn übrig, und den dürfen die Stadtwerke behalten. Zum Wohle des Bürgers: Der Bau des Lehrschwimmbeckens wurde alleine finanziert, für zwölf Millionen wird ein Umspannwerk gebaut. Und für viereinhalb Millionen wird das Eisstadion saniert.

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