Münchner Seiten:Der Buzi und sein Meister

Lesezeit: 5 min

Münchner Seiten: Vermutlich ist es die Wand eines Wirtshauses, die Emil Kneiß hier ausmalt. Das Motiv - Kinder bejubeln ein vorbeifahrendes Auto - legt nahe, dass das Foto vor dem Ersten Weltkrieg entstand.

Vermutlich ist es die Wand eines Wirtshauses, die Emil Kneiß hier ausmalt. Das Motiv - Kinder bejubeln ein vorbeifahrendes Auto - legt nahe, dass das Foto vor dem Ersten Weltkrieg entstand.

(Foto: Volk-Verlag)

Emil Kneiß hat als Künstler Deckengemälde in Wirtschaften gemalt, aber vor allem Karikaturen von Bauernlackln, Radlern und diensteifrige Polizisten. Ein Buch von Hermann Kurz widmet sich dem Leben des Zeichners - in dem es auch dunkle Kapitel gibt

Von Wolfgang Görl

Wer gelegentlich im Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee einkehrt, kennt wahrscheinlich das groteske Paar, das unter einem Gewölbebogen im großen Gastraum an die Wand gemalt ist. Da ist ein Bayer mit Hacklstecken und Gamsbarthut, Typ alter Grantler, der einen Bierbauch von der Größe eines Medizinballs vor sich herträgt. Unter der Wampen, für deren Besitzer unsichtbar, macht ein kleiner Hund Männchen. Dazu der Text: "Wo steckt er denn wieder, der Buzi, dös Hundsvieh, dös miserablige!"

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Erziehung
"Du bist nicht mehr meine Freundin"
Nobody is immune to the neck kiss; SZ-MAGAZIN
Sexualität
"Slow Sex hat etwas sehr Meditatives"
Psychologie
"Je weniger Alkohol, desto besser für Körper und Psyche"
Impfschaden
Corona-Impfung
Gegen jede Wahrscheinlichkeit
Reden wir über Geld
"Überlegen Sie sich sehr gut, wem Sie davon erzählen"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB