Markt Schwaben:Dieselöl bringt Autos ins Rutschen

Markt Schwaben: Ein Film aus Dieselöl auf der Straße, ähnlich wie auf diesem Foto, hat in Markt Schwaben eine Serie von Unfällen ausgelöst.

Ein Film aus Dieselöl auf der Straße, ähnlich wie auf diesem Foto, hat in Markt Schwaben eine Serie von Unfällen ausgelöst.

(Foto: Jochen Lübke/dpa)

Dieselöl, das ein Linienbus am Mittwochmorgen gegen 7 Uhr im Kreuzungsbereich der Anzinger und Ebersberger Straße in Markt Schwaben verloren hatte, hat insgesamt sechs Verkehrsunfälle verursacht. Auf der durch den Regen bereits nassen Straße bildete der Diesel einen spiegelglatten Film. Der erste Unfall ereignete sich im Kreuzungsbereich. Ein 59-jähriger Erdinger, der mit seinem Pkw von Forstinning her kam und abbiegen wollte, konnte seinen Wagen nicht bremsen und rutschte in die Kreuzung hinein, wo das Fahrzeug mit dem einer 60-jährigen Markt Schwabenerin kollidierte. Noch während die Polizei den Kreuzungsbereich sperren lassen wollte, fuhr eine 25-jährige Landkreisbewohnerin mit ihrem Wagen auf den Pkw eines Autofahrers aus Haag auf. Auch sie konnte aufgrund der glatten Fahrbahn nicht mehr rechtzeitig bremsen. Nahezu gleichzeitig fuhren zwischen Markt Schwaben und Forstinning insgesamt fünf Fahrzeuge ineinander. Alle Fahrzeuge waren zuvor durch den Dieselfilm gefahren, welcher sich auf den Reifen abgesetzt hatte. Zwei Fahrer versuchten einen Unfall zu verhindern, indem sie nach links auswichen, wobei ein 56-Jähriger von der Fahrbahn ab- und erst im Straßengraben zum Stehen kam. Zwei der fünf Fahrzeuge waren so schwer beschädigt, dass sie von einem Abschleppunternehmen abtransportiert werden mussten.

Die Fahrbahn musste durch ein Spezialfahrzeug gereinigt werden, die Kreuzung konnte erst nach etwa sechs Stunden wieder freigegeben werden. Gegen den Busfahrer, der die Ölspur verursacht, aber nicht unverzüglich gemeldet und somit ein schnelleres Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert hatte, wurde nach Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft München II ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet.

Verletzt wurde zum Glück niemand. An den insgesamt neun beteiligten Fahrzeugen entstand allerdings ein Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich.

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