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Energiewende:Windkraft: Kreis soll aktiv werden

ÖDP und Linke fordern tatkräftige Unterstützung der Gemeinden

Aus den Reihen des Ebersberger Kreistags wird die Forderung laut, es nicht bei den Plänen für den Windpark im Forst zu belassen, sondern gleich weitere Projekte in Gang zu setzen. Die Ausschussgemeinschaft aus ÖDP und der Linken hat beantragt, dass sich der Umweltausschuss im Kreistag mit der Planung von 21 weiteren Anlagen im Landkreis auseinandersetzt und sie - wo möglich - unterstützt.

Die Ausschussgemeinschaft verweist dabei auf den Meilensteinplan des Landkreises, der einen deutlichen Ausbau der Stromerzeugung durch Windkraft vorsieht. Auch im Rahmen eines Forschungsprojekts unter Einbeziehung interessierter Laien wurde vorgeschlagen, pro Gemeinde ein weiteres Windrad zu planen. Allerdings ist das eigentlich Sache der Gemeinden - die Ausschussgemeinschaft wünscht sich aber nun, dass geklärt wird, welche Rolle der Landkreis in dieser Hinsicht spielen kann.

Insbesondere geht es um Antworten auf folgende Fragen: Wie können die Gemeinden dabei unterstützt werden, Flächen auf Gemeindegrund auszuweisen, um dort Windkraftanlagen zu errichten? Wie kann die kreisweite Konzentrationsflächenplanung Windkraft modifiziert werden? Welche Rolle sollen topografische, landschaftsplanerische und ästhetische Überlegungen bei der Standortsuche spielen? Auch um den möglichen Ausbau von Freiflächenphotovoltaik soll es gehen, dieser ist laut Meilensteinplan ebenfalls nötig, um die Energiewende schaffen zu können.

Um den Tagesordnungspunkt konstruktiv und unter neuen Blickwinkeln diskutieren zu können, sollten zu Beginn Impulsreferate gehalten werden, so der Vorschlag der Ausschussgemeinschaft. Die Antragsteller würden hierfür gerne Vorschläge unterbreiten. Bereits diskutierte nächste Schritte und aktuelle Überlegungen aus den Reihen der Bürgermeister sollten dem Kreisgremium zur Kenntnis gebracht werden. "Der breite Diskurs, den der Bürgerentscheid in der Landkreisbevölkerung über Energiewende angestoßen hat, muss fortgesetzt werden", so die Forderung der Ausschussgemeinschaft in ihrem nun vorgelegten Antrag.

© SZ vom 09.06.2021 / SZ
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