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Corona-Krise Ebersberg:Landrat appelliert: Bitte Ausflugsziele meiden

LRA Corona-Krisenstab tagt

Der Krisenstab des Landratsamts tagt jeden Morgen im Sitzungssaal. Der fehlende Materialnachschub ist eines seiner größten Probleme.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Auch am Wochenende sollen die Ebersberger Abstand halten. Die Zahl der Infizierten steigt auf 106

Das Wochenende ist da - und die Verantwortlichen im Krisenstab des Landratsamts appellieren eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, sich auch dann an die Ausgangsbeschränkungen zu halten. "Widerstehen Sie der Versuchung, am Wochenende bei schönem Wetter eines unserer beliebten Ausflugsziele zum Spazierengehen anzusteuern - bleiben Sie zuhause in Ihrer Umgebung, bleiben Sie solidarisch - halten Sie durch!" So die Bitte von Landrat Robert Niedergesäß in einer Pressemitteilung des Landratsamts.

Denn die Lage hat sich nicht entspannt, im Gegenteil. Am Freitag waren im Landkreis Ebersberg bereits 106 Infizierte gemeldet, zwölf von ihnen werden in der Kreisklinik behandelt, fünf müssen beatmet werden. Auch 22 Verdachtsfälle werden in der Kreisklinik isoliert stationär behandelt. In häuslicher Quarantäne befinden sich 458 Menschen.

Die Zahlen steigen auch im Landkreis

Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 133 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 27 von ihnen sind wieder gesund. Der starke Anstieg von Mittwoch auf Donnerstag - die Zahlen stiegen an einem Tag um 27 auf dann 97 Fälle - hat sich etwas abgeflacht, "aber leider liegt auch der Landkreis Ebersberg in der exponentiellen Kurve, die von den Virologen beschrieben wird", so die Bewertung aus dem Landratsamt.

Auf allen Zuständigkeitsebenen wird nach Angaben der Behörde versucht, das Problem der ungenügenden Ausstattung mit Schutzkleidung und anderer Ausrüstung zu lösen. Aus der zentralen Verteilung komme kaum etwas im Landkreis Ebersberg an, und es gebe auch wenig Informationen dazu. Deshalb habe der Landkreis seine eigenen Aktivitäten zur Beschaffung der notwendigen Materialien noch einmal verstärkt, größerer Nachschub ist bei Desinfektionsmitteln gesichert, hier wird auch die Reaktivierung einer Brennerei geprüft. Die Umsetzung des Hilfskrankenhauses in der Dreifachturnhalle verläuft weiter planmäßig.

© SZ vom 28.03.2020 / SZ

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