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Ebersberg:Aktionstag gegen Leukämie

An mehreren Stellen im Kreis kann man sich typisieren lassen

Seit 2016 rufen die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern und der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes zum "Aktionstag Bayern gegen Leukämie" auf. Dieses Jahr findet er am Mittwoch, den 22. Mai statt. Auch im Landkreis Ebersberg können sich Interessierte an der Aktion beteiligen.

Wer an Leukämie erkrankt ist, hat bei einer passenden Stammzellspende die Chance auf Heilung. Jeder gesunde und körperlich fitte Mensch zwischen 17 und 45 Jahren kann sich als Stammzellspender in einer weltweiten Datenbank registrieren lassen. Dort sind seine Daten dann anonymisiert für Leukämiepatienten bis zum vollendeten 60. Lebensjahr einsehbar. Passen die Gewebemerkmale einer registrierten Person mit denen eines Patienten überein, finden nach Einwilligung des potenziellen Spenders einige Voruntersuchungen statt. Erst wenn die Ärzte grünes Licht geben, kann die Spende der lebensrettenden Stammzellen erfolgen.

Wie Cornelia Kellermann von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) berichtet, haben sich vor dem Aktionstag viele Organisationen, Behörden und Arztpraxen als Verteilerstellen zur Verfügung angeboten. Dort können sich Menschen, die sich in die Spenderdatenbank aufnehmen lassen wollen, alle für eine Registrierung notwendigen Utensilien abholen - sogenannte Lebensrettersets. "Das hat sehr guten Zuspruch gefunden", sagt Kellermann, die bei der AKB für die Koordination des Aktionstags zuständig ist. Bayernweit gibt es in diesem Jahr weit mehr als 200 Kooperationspartner, das ist mehr als in den vergangenen Jahren.

Im Landkreis Ebersberg gibt es Lebensrettersets in der Gemeinschaftspraxis Forstinning, in Anzing und Hohenlinden sowie in der Ebersberger Filiale der Krankenkasse DAK. Kellermann erklärt, dass sie nur eine Auswahl an möglichen Verteilerstellen kontaktieren konnten, "sonst wären wir überrollt worden, das hätten wir gar nicht stemmen können". Lebensrettersets gibt es aber nicht nur am Aktionstag an den genannten Verteilerstellen. Jeder Interessierte kann es auch mit wenigen Klicks auf der Website des AKB jederzeit kostenlos anfordern. Neben dem AKB kann man sich beispielsweise auch bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) oder der Stefan-Morsch-Stiftung, als Spender registrieren lassen. In allen Fällen laufen die Gewebedaten anonymisiert zusammen und werden in die weltweite Datenbank aufgenommen.

Jedes Lebensretterset enthält sowohl Wattetupfer für eine Speichelprobe als auch Röhrchen zum Blutabnehmen. Der Spender kann damit entweder selbst einen Speichelabstrich vornehmen oder sich beim Hausarzt Blut abnehmen lassen. Die Probe geht portofrei per Post zurück an die jeweilige Organisation. Eine Blutabnahme sei besser, erklärt Kellermann vom AKB. "Der Transplanteur tut sich damit bei der Auswahl eines möglichen Spenders leichter." Anhand einer Blutprobe könnten mehr relevante Werte festgehalten werden als es durch eine Speichelprobe möglich sei. "Jetzt sind wir gespannt, wie viele Sets zurückkommen."

Nähere Infos sowie eine Übersicht, wo man sich ein Lebensretterset abholen kann, gibt es unter https://bayern-gegen-leukaemie.de/aktionstag/