Jens Tinz, 37 Jahre, Softwareentwickler aus Germering:

"Ich denke, die Regelungen von Acta sind sehr stümperhaft, denn die Provider werden für Urheberrechtsverletzungen haftbar gemacht. Das führt zur Zensur und wird mit den Gesetzen festgeschrieben. Dass der Europäische Gerichtshof nun Acta überprüft, ist nur eine Art Ermüdungstaktik. Die Verabschiedung soll verzögert werden, damit die öffentliche Aufmerksamkeit abflaut. Das Problem ist meiner Meinung, dass die Politik einseitig von der Lobby informiert wird. Zumindest zeigt aber die Demonstration, dass viele Leute gegen das Abkommen sind. Zum Glück sind die Polizisten hier sehr zurückhaltend. So habe sie keine Kampfausrüstung an und filmen auch nicht die Demonstranten. Als ich mit gegen die Vorratsdatenspeicherung demonstriert habe, war das anders. Dort haben sie teilweise sehr aggressiv die Demonstranten gefilmt."

26. Februar 2012, 11:132012-02-26 11:13:34 © Süddeutsche.de/sonn