Gedenkstätte:Buchvorstellung über den jüdischen Nachbarn Hitlers

Bei der Recherche über das Dorf Obersalzberg, den Wohnort und zweiten Regierungssitz Hitlers in der Nähe von Berchtesgaden, stößt Journalist und Sachbuchautor Ulrich Chaussy auf Dr. Arthur Eichengrün (1867-1949), er war der jüdische Nachbar Hitlers. Im Herbst erschien Chaussys Buch "Arthur Eichengrün - Der Mann, der alles erfinden konnte, nur nicht sich selbst", am Donnerstag, 29. Februar, wird er es um 19 Uhr in der Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau vorstellen.

Arthur Eichengrün war Chemiker, Forscher und Unternehmer. Er erfand den unbrennbaren Kinofilm, revolutionierte den Bau der stoffbespannten Flugzeuge und Zeppeline. Und er war Familienvater. Doch ab 1933 galten seine Verdienste nichts mehr, er verlor seinen Besitz und der assimilierte Patriot wurde ins Ghetto Theresienstadt deportiert.

Bei der Buchpräsentation werden historische Fotos aus dem Umfeld von Eichengrün gezeigt, unterlegt mit Livemusik des Münchner Blues-Gitarristen Schorsch Hampel. Der Eintritt ist frei.

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