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Tim McMillan in Dachau:"Mal schauen, was dabei herauskommt"

SZ: Was haben Sie vor?

McMillan: In der ersten Zeit werden wir Dachau eher als eine Art Hauptquartier nutzen. Wir werden von hier aus zu Veranstaltungen fahren, unter anderem machen wir einen zweiwöchigen Musik-Workshop in Bautzen für deutsche und polnische Schüler. Von September an werden wir in der Ruckteschell-Villa an neuen Liedern arbeiten und Demos aufnehmen für unsere nächste CD. Zudem bieten wir Workshops für junge Gitarristen aus Dachau an. Später wollen wir in der Region, in Österreich und der Schweiz auftreten. Wir hoffen, dass wir das Album bis Ende Dezember fertig haben.

SZ: Sie haben bereits vier Mal im Café Gramsci gespielt. Wie kam es dazu?

McMillan: Unsere Freundin und Labelkollegin K.C. McKanzie machte uns darauf aufmerksam. Im Gramsci herrscht eine großartige, intime Atmosphäre. Die Betreiber unterstützen unsere Arbeit wirklich sehr und waren immer eine große Hilfe. Wir haben das Gramsci an andere Musiker in Australien empfohlen - auch sie haben da schon gespielt und es hat ihnen genauso Spaß gemacht wie uns.

SZ: Die Stadt Dachau will sich als Auftrittsort in der Singer-/Songwriter-Szene etablieren. Wie schätzen Sie das ein?

McMillan: Das ist eine gute Idee. Ich glaube, dass unser Stipendium dabei helfen kann, das Vorhaben überregional bekannt zu machen. Wir werden für die Stadt werben. Ich hoffe, dass dann auch andere Künstler Dachau als eine Stadt wahrnehmen, in der Musiker und Künstler viel Unterstützung und Anerkennung bekommen.

SZ: Und was erwarten Sie sich persönlich von Ihrem Aufenthalt hier?

McMillan: Wir freuen uns auf unser erstes Konzert am Sonntag. Hoffentlich wird das Wetter gut. Ich erwarte mir, dass ich eine schöne Zeit habe. Ich will Musik machen, meine Dachauer Freunde und hoffentlich auch andere Musiker treffen, mit denen ich jammen kann. Meine Umgebung beeinflusst meine Arbeit - mal schauen, was dabei herauskommt.

© SZ vom 02.07.2011

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