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Petershausen:Rauchender Zug evakuiert

Die Strecke München-Ingolstadt war am Dienstag für mehr als eine Stunde für alle Züge gesperrt - einschließlich der ICEs. Grund war ein Zwischenfall am Bahnhof Petershausen.

"Brennender Zug!" Die Alarmmeldung, die am Dienstagnachmittag gegen 16.20 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen ist, hat dramatisch geklungen. Doch es war dann doch nicht ganz so schlimm. Ursache für die starke Rauchentwicklung an einem Regionalexpress von München nach Ingolstadt war nach Einschätzung eines Bahnsprechers vermutlich eine heiß gelaufene Bremse, die eine Achse zum Qualmen gebracht hat. Der Zug mit 650 Fahrgästen wurde im Bahnhof Petershausen gestoppt, sie mussten aussteigen. Bahnmitarbeiter versuchten mit Feuerlöschern, den qualmenden Stahl abzukühlen, alarmierten aber vorsorglich auch die Feuerwehreinsatzzentrale, die zunächst Großalarm auslöste, der aber rasch wieder aufgehoben wurde, so dass viele Kräfte umkehren konnten, ehe sie in Petershausen waren. Die Strecke wurde für alle Züge einschließlich der ICEs gesperrt. S-Bahnen verkehrten nach Auskunft der Bahn nur bis Röhrmoos. Die Sperrung wurde gegen 17.45 Uhr aufgehoben.

Bahnmitarbeiter versuchten mit Feuerlöschern, den qualmenden Stahl des Zugs abzukühlen, alarmierten aber vorsorglich auch die Feuerwehreinsatzzentrale, die Großalarm auslöste.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Das war aber nicht das einzige Problem der Bahn. Bereits am Dienstagmorgen war es im Berufsverkehr zu gravierenden Störungen gekommen. Teilweise war die Stammstrecke nicht befahrbar. Um etwa 8 Uhr wurde an den Bahnsteigen eine Stellwerkstörung gemeldet. Angaben der Bahn zufolge ging beim Aufspielen einer neuen Software etwas schief. Das betroffene System steuert den S-Bahn-Verkehr und sorgt dafür, dass die Züge im Zwei-Minuten-Takt über die extrem dicht befahrene Stammstrecke rollen können. Durch den Ausfall der Software mussten die S-Bahnen in größeren Zeitabständen durch die Röhre fahren, was zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten führte. Etliche Linien fuhren nur noch verkürzt. Ein Schienenbruch zwischen Donnersberger- und Hackerbrücke legte dann kurze Zeit später die gesamte Stammstrecke lahm. Die Züge stoppten größtenteils in Pasing, am Hauptbahnhof oder am Ostbahnhof. Nur die S 8 fuhr vom Flughafen bis zum Isartor. Erst gegen 12 Uhr lief der S-Bahn-Verkehr wieder planmäßig.