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KZ-Gedenkstätte Dachau:Gottesdienst zum Jahrestag der Befreiung

Der ursprünglich zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau geplante ökumenische Gottesdienst ist zwar wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Dennoch findet am 29. April ein kurzer ökumenischer Video-Gottesdienst (auf Englisch und Deutsch) statt, wie der Bischöfliche Beauftragte für KZ-Gedenkstättenarbeit in der Erzdiözese München und Freising, Ludwig Schmidinger, mitteilte. Der Gottesdienst werde ab 17 Uhr unter www.sonntagsblatt.de und www.gedenkstaettenseelsorge.de live gestreamt. Dies geschehe auf Bitten von Familien überlebender Häftlinge und von amerikanischen Soldaten, die am 29. April 1945 die Häftlinge im KZ Dachau befreit hätten, hieß es. Gestaltet wird der Gottesdienst von und in der Evangelischen Versöhnungskirche und von der Katholischen Seelsorge auf dem Gelände des ehemaligen Häftlingslagers. Im Mittelpunkt stehen Zeugnisse von Häftlingen. So wird das Dachaulied von Jura Soyfer und Herbert Zipper vorgetragen. Die beiden NS-Gegner stammten aus jüdischen Familien und wurden 1938 aus Wien nach Dachau verschleppt. Vorgelesen werden auch Erinnerungen der Dachau-Häftlinge Joseph Rovan (Frankreich) und Karl Adolf Groß (Deutschland) an ihre Befreiung. Zum Gedenken an Soyfer, der die Haft nicht überlebte, und die anderen KZ-Opfer werden Kerzen entzündet. Der Gesang auf Deutsch, Englisch und Hebräisch solle die dankbare Erinnerung an die Befreiung mit der Hoffnung auf eine Überwindung von Unrecht und Not bis heute verbinden.

© SZ vom 20.04.2020 / kna

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