Musik:Stabwechsel am Gärtnerplatztheater

Rubén Dubrovsky wird von der Spielzeit 2023/2024 an neuer Chefdirigent am Münchner Traditionshaus und folgt Anthony Bramall nach.

Von Veronika Kügle, München

Das Staatstheater am Gärtnerplatz erhält einen neuen Chefdirigenten: Von der Spielzeit 2023/2024 an wird dort Rubén Dubrovsky am Pult stehen. Der gebürtige Argentinier folgt Anthony Bramall nach, der seit 2017 am Theater tätig ist, seit eben jenem Jahr, in dem das Traditionstheater nach fünfjähriger Renovierung wieder in sein Stammhaus ziehen konnte. Bramall scheidet mit dem Auslaufen seines Vertrags zum Ende der Ende der Spielzeit 2022/2023 aus, bleibt dem Theater aber als erster Gastdirigent erhalten.

Dubrovsky, geboren in Buenos Aires, ist Gründer und Leiter des Bach Consort Wien und tritt mit diesem Barockensemble regelmäßig auf, war auf Bühnen wie dem Wiener Musikverein, dem Theater an der Wien, am Bolschoi-Theater, im Brucknerhaus Linz, bei der Mozartwoche Salzburg und bei den Händel-Festspielen Halle zu hören. Er ist zudem künstlerischer Leiter des Instrumental- und Vokalensembles "Third Coast Baroque" in Chicago. Auch hierzulande ist der Argentinier als Gastdirigent gefragt, er leitete Aufführungen an der Semperoper Dresden, der Oper Köln, dem Aalto-Theater Essen, der Oper Bonn und dem Nationaltheater Mannheim.

Das sinfonische Repertoire des neuen Chefdirigenten reicht von Haydn bis zur Moderne. In den vergangenen Jahren dirigierte er Werke von Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Wagner, Strawinsky und Schostakowitsch. Auch bei Opern schöpft er aus der ganzen Vielfalt und widmet sich Monteverdi und Rossini, aber auch Lully und Gluck. Die Schwerpunkte in der Opernarbeit des Dirigenten, der in einer italienisch-polnischen Künstlerfamilie geboren wurde, liegen auf Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart. Dubrovsky erforscht auch die südamerikanische Musik, spürt ihren gemeinsamen Wurzeln mit der europäischen Barockmusik nach. Von seinen Forschungen erzählt die Fernsehproduktion "Bach to the Roots" und die dazugehörige CD "Vidala", die in zwei Kategorien für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert wurde.

© SZ/srh/aw
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