Berg am Laim:Aufruf zum Einspruch

Bürger können sich zu großem Siedlungsprojekt äußern

Von Lea Kramer, Berg am Laim

Es ist ein Acker, der die Stadt spaltet. Entlang der Truderinger Straße, der Roßsteinstraße sowie dem Schwanhildenweg in Berg am Laim soll ein neues Wohngebiet mit 820 Wohnungen entstehen. Den Eingang des Quartiers soll ein Hochhaus bilden. Vor allem an diesem Gebäude hatte es in der Vergangenheit immer wieder Kritik aus dem Viertel gegeben, dennoch stimmte der Stadtrat im Sommer 2020 für das Projekt. Nun hat die Stadt den Bebauungs- sowie den Flächennutzungsplan öffentlich ausgelegt.

Das hat die CSU in Berg am Laim zum Anlass genommen, darauf hinzuweisen, dass Bürger noch bis zum 8. Oktober eine Stellungnahme zu den Plänen abgeben können. "Nutzen Sie Ihr Recht!", sagt Fabian Ewald, stellvertretender Vorsitzender im Bezirksausschuss (BA) Berg am Laim und Mitglied der CSU-Fraktion im Stadtrat. Betroffene Berg am Laimer sollten die Chance ergreifen, dem Planungsreferat und damit auch dem Stadtrat ihre Meinung kundzutun. Er weist darauf hin, dass der BA jahrelang versucht habe, das Neubauprojekt auf ein "verträgliches Maß" zu reduzieren. "Leider ignoriert das Planungsreferat fast alle Forderungen aus dem Stadtteil", sagt er. Der BA hatte sich auf dem Feld mehr soziale Infrastruktur gewünscht, zum Beispiel ein Seniorenheim für das Viertel. Zudem befürchtet das Gremium, dass die zahlreichen neuen Bewohner den Druck auf die verkehrliche Infrastruktur des Viertels weiter erhöhen. Schon jetzt ist die Truderinger Straße, die durch einen Tunnel unter der S-Bahn-Haltestelle Berg am Laim den Bezirk mit Zamdorf und Steinhausen verbindet, stark belastet.

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