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Bayerisches Nationalmuseum:"Ein Ende lässt sich nicht prognostizieren"

Silbergegenstände, die aus jüdischem Besitz stammen, werden von Februar an in einer Studioausstellung im Bayerischen Nationalmuseum gezeigt.

(Foto: Walter Haberland/Bayerisches Nationalmuseum München)

Das Bayerische Nationalmuseum gehört zu den wichtigsten Kultursammlungen in Europa. Das Wissen um die Herkunft der Dinge, ob geraubt oder legal erworben, ist dort essenziell. Für Forscher wie Alfred Grimm gibt es noch viel zu tun

Von Ira Mazzoni

"Wann ist das zu Ende?" Mit dieser Frage wird Alfred Grimm, der Leiter des Referats Provenienzforschung am Bayerischen Nationalmuseum häufiger konfrontiert. Seine Antwort: Provenienzforschung kennt kein Ende. "Ein Ende lässt sich nicht prognostizieren". Das sagt der vom Scheitel bis zur Sohle korrekt auftretende Staatsbeamte mit großem Ernst und Nachdruck. Zu Ende geht nur seine eigene Amtszeit. Der einzige bayerische Hauptkonservator, dessen Stelle allein der Auffindung von verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut meist aus jüdischem Besitz in den Depots des Bayerischen Nationalmuseums gewidmet war, geht Anfang des neuen Jahres in Ruhestand. Der Verlängerung seines Vertrags um wenigstens zwei Jahre, wie von Generaldirektor Frank Matthias Kammel befürwortet, hat das Kunstministerium nicht stattgegeben.

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