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Bauarbeiten an der S-Bahn:Stammstrecke wird wieder gesperrt

Auch 2013 müssen sich Pendler auf Behinderungen im S-Bahn Verkehr einstellen. Wegen Bauarbeiten ruht der Betrieb zwischen Pasing und Ostbahnhof voraussichtlich an vier Wochenenden komplett. Ein Grund dafür: Der Bahnhof Donnersbergerbrücke soll barrierefrei werden.

Auch im kommenden Jahr werden S-Bahn-Fahrgäste im Sommer an zahlreichen Wochenenden auf Ersatzbusse ausweichen müssen. Wegen Bauarbeiten an den Bahnhöfen zwischen Pasing und Ostbahnhof wird der Abschnitt an vier Wochenenden aller Voraussicht nach komplett gesperrt, an sieben weiteren Wochenenden wird es einen eingeschränkten Betrieb mit einem Pendelverkehr zwischen Pasing und Ostbahnhof geben. An den Details der Wochenend-Sperrungen sowie an einem Konzept für den Ersatzverkehr arbeiten die Fachleute der Bahn derzeit.

Leere Bahnsteige, auch 2013. Auch nächstes Jahr wird die Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof für voraussichtlich vier Wochenenden komplett gesperrt werden.

(Foto: Stephan Rumpf)

Unter anderem plant die Bahn, den Haltepunkt an der Donnersbergerbrücke barrierefrei auszubauen - eine Forderung, die neben der CSU und den Grünen im Rathaus auch die beiden Bezirksausschüsse nördlich und südlich der Bahntrasse immer wieder erhoben hatten. Zudem wird der Brandschutz an den Tiefbahnhöfen weiter verbessert. Damit hatte die Bahn heuer bereits begonnen. An der Donnersbergerbrücke ist am nördlichen Zugang an der Erika-Mann-Straße und an der Ostseite der Donnersbergerbrücke jeweils ein Aufzug geplant, der die Fahrgäste in das Zugangsgebäude befördert. Von dort aus soll je ein weiterer Fahrstuhl die Passagiere zu den Bahnsteigen bringen. Die Baugenehmigung soll bis Ende des Jahres vorliegen, Baubeginn soll im Sommer 2013 sein, die Fertigstellung ist Ende 2014 vorgesehen.

Nicht geplant ist dagegen ein weiterer Aufzug auf der Westseite der Donnersbergerbrücke, der die Fahrgäste zu der Bushaltestelle bringen würde, an der die Linien 53 und 133 stoppen. Die Bahn steht auf dem Standpunkt, dafür sei die Stadt zuständig. Aus dem Baureferat wiederum heißt es, "der Bedarf und die Zuständigkeit für einen westlichen Aufzug" seien "nicht geklärt". Zudem stünden auch "finanzielle Mittel nicht zur Verfügung". Der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats wird sich am heutigen Dienstag damit befassen.

Ebenfalls noch in der Schwebe befindet sich der seit 2007 geplante Fußgänger- und Radfahrersteg, der irgendwann mal die beiden Bahnsteige an ihrem östlichen Ende mit dem Neubaugebiet nördlich der Bahntrasse sowie den neuen Gewerbebauten im Süden verbinden soll. Dieser Steg sei eine "äußerst komplexe Maßnahme", heißt es aus der Stadtverwaltung. Eine "Vielzahl von Bahnbetriebsanlagen" samt Oberleitungen, Abspannungsmasten und Signaleinrichtungen sei dabei zu überbrücken. Nun soll ein Gutachter klären, ob und gegebenenfalls wie der Steg dort zu bauen wäre. Der Behindertenbeirat der Stadt hat unterdessen eines schon mal klar gemacht: Sollte der Steg gebaut werden, dann bitte auch "barrierefrei" - also mit Aufzug oder sanft ansteigenden Rampen. Alles andere würde "den gesetzlichen Vorgaben widersprechen".

© SZ vom 25.09.2012/webj
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