Au:Verkehrschaos vor Schule

Stadt macht dafür nicht zuletzt die Eltern verantwortlich

Die Stadt hat Forderungen von Eltern nach einer morgendlichen Sperrung oder baulichen Veränderungen vor der Grundschule an der Hochstraße eine Absage erteilt. Nach Absprache mit der Polizei sehe man "keinen Handlungsbedarf", teilt das Mobilitätsreferat dem Bezirksausschuss (BA) Au-Haidhausen mit. Das Gremium hatte infolge einer Bürgerbeschwerde über das "Verkehrschaos vor der Grundschule" einen Antrag ans Rathaus gerichtet. Darin regte der BA an, die Sperrung der Hochstraße von 7.30 bis 8 Uhr und einen weiteren Zebrastreifen zu prüfen. Zudem wurden die Errichtung von Gehwegnasen und Pollern sowie mehr Verkehrskontrollen gefordert.

Tatsächlich bestätigt das Mobilitätsreferat, dass es vor Schulbeginn zu "problematischen Verkehrssituationen" in der Hochstraße kommt. Ursächlich hierfür sei jedoch vorwiegend das "Fehlverhalten der Eltern im Zuge des Bringverkehrs". Eine zeitweilige Sperrung der Hochstraße schließt die Behörde allein wegen ihrer Erschließungsfunktion für die umliegenden Betriebe und die Wohnbebauung aus. Für einen weiteren Zebrastreifen fehlten die rechtlichen Voraussetzungen. Gehwegnasen und Poller, um das Halteverbot durchzusetzen, habe die Polizei als nicht notwendig erachtet, heißt es weiter. Und in puncto Tempokontrollen sei die Hochstraße bereits "mit Priorität vorgesehen und wird regelmäßig überwacht".

Zur Verbesserung der Situation regt das Mobilitätsreferat an, eine Schulweghelferin an dem bestehenden Zebrastreifen zu postieren. Man werde nun die Schule darum bitten, kündigt die Behörde gegenüber dem BA an, mittels eines Elternbriefs um Ehrenamtliche für diese Aufgabe zu werben.

© SZ vom 17.07.2021 / stä
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