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Au:Nein zu Remmidemmi

Kulturstrand in München, 2020

Gut besucht: der Kulturstrand der Urbanauten auf der Corneliusbrücke im vergangenen Sommer.

(Foto: Catherina Hess)

Kulturstrand löst wenig Begeisterung im Nachbarviertel aus

So beliebt der Kulturstrand an der Corneliusbrücke bei vielen Münchnern ist, so zuverlässig kommt aus den angrenzenden Bezirksausschüssen (BA) Kritik an dem Open-Air-Projekt der Urbanauten. Nun haben die Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitiker aus der Au und aus Haidhausen auf Antrag der Linken-Fraktion mit großer Mehrheit beschlossen, die für 2021 geplante Veranstaltung abzulehnen. "Eine Freiluftgastronomie an einem der schönsten Plätze der Stadt für drei Monate - das halte ich für übertrieben", sagte Brigitte Wolf (Linke) dazu.

Die Chancen, dass das BA-Veto etwas an der von Mai bis August geplanten Veranstaltung ändern wird, sind freilich marginal - zumal die Corneliusbrücke in den Zuständigkeitsbereich des Bezirksausschusses Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt fällt. Daher fasste das Auer und Haidhauser Gremium als "Plan B", so Vorsitzender Jörg Spengler (Grüne), noch einen zweiten Beschluss. Demnach fordert der BA, dass sich die Betriebszeiten des Kulturstrands an der Bayerischen Biergartenverordnung orientieren. Sprich: Musik-Ende um 22 Uhr, Ausschank-Ende um 22.30 Uhr. Zudem solle für den Abbau eine Frist von 14 Tagen gelten, "analog zu den Regelungen bei anderen Veranstaltungen wie Märkten oder Stadtteilfesten". In dem Zusammenhang kritisierte der BA, dass der Isarbalkon zuletzt auch außerhalb der Betriebstage und während der pandemiebedingten Schließung als Lagerfläche genutzt worden sei - "vor allem, als klar war, dass sich die Schließung länger hinzieht".

© SZ vom 06.04.2021 / stä
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