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Au:Gute Pflege

Die SPD fordert ein ökologisches Konzept für das Isarufer

Als am Isarufer vor einigen Wochen die städtischen Bagger anrollten, war der Aufschrei groß: Nicht nur Politiker und der Bund Naturschutz protestierten gegen die Maßnahmen auf der sogenannten Kleinen Isar beim Deutschen Museum. Auch Anwohner und Spaziergänger zeigten sich besorgt darüber, dass plötzlich so viele Weiden fehlten: Während die einen von einer regelrechten Abholzaktion sprachen, erklärte das Baureferat, das Zurückschneiden der Sträucher habe aus "Hochwasserschutzgründen" erfolgen müssen - und selbstredend gingen auch in diesem Punkt die Meinungen auseinander.

Die SPD-Fraktion im Bezirksausschuss Au-Haidhausen indes fordert nun, für den Uferstreifen entlang der Kleinen Isar "ein funktionsbezogenes und ökologisch verträgliches Pflegeentwicklungskonzept" zu erstellen. Denn: "Bei allen Erfordernissen, die Uferstreifen aus Hochwasserschutzgründen frei zu halten, ist es erforderlich, aus Gründen des Naturschutzes und der Ökologie das Gelände in mehr kleinteiligen Partien zu organisieren, offen zu halten und zu entwickeln", heißt es in dem einstimmig beschlossenen Antrag. Alle fünf Jahre seien die jeweiligen Streifen gesondert frei zu räumen, in der nächsten Periode käme dann die benachbarte Parzelle dran. Größere Gehölze könnten abwechseln alle zehn Jahre auf Stock gesetzt werden.

© SZ vom 26.03.2015

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