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Andechser am Dom:Krätz darf weitermachen

Urteilverkündung Steuerprozess gegen Sepp Krätz

Sepp Krätz hat vor Gericht Recht bekommen - doch ein endgültiges Urteil ist noch nicht gefallen.

(Foto: dpa)

Etappensieg gegen die Stadt: Sepp Krätz muss sein Lokal Andechser am Dom nun doch nicht zum 1. Juni schließen. In einem Eilverfahren hatte der verurteilte Steuerhinterzieher gegen die Anordnung geklagt - doch das endgültige Urteil ist noch nicht gefallen.

Sepp Krätz hat vor Gericht einen Etappensieg gegen die Stadt errungen. Der Wirt muss sein Lokal Andechser am Dom nun doch nicht zum 1. Juni schließen. Dies hatte das Kreisverwaltungsreferat angeordnet, nachdem Krätz im März wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden war. Gegen diesen sogenannten Sofortvollzug hat Krätz vor dem Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren geklagt.

Und tatsächlich entschieden die Richter am Montag nach Angaben des Krätz-Anwalts Richard Seifert, dass sein Mandant bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens den Andechser am Dom zusammen mit seiner Tochter weiter betreiben darf. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil kann es viele Monate dauern. Eine inhaltliche Entscheidung hat das Gericht demnach nicht getroffen.

Mit seiner Klage will Krätz erreichen, dass er das Lokal am Dom dauerhaft weiterführen darf. Seifert begrüßt, dass sich das Gericht Zeit lassen und in Ruhe entscheiden will. Schließlich gehe es de facto um die Frage eines Berufsverbots für Krätz. Die Stadt dagegen hält den Wirt nicht mehr für zuverlässig, weshalb sie ihm die Konzession entziehen will.

Das KVR wollte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts am Montag noch nicht kommentieren. Nach der Verurteilung zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung hatte Krätz keine Zulassung mehr für das Oktoberfest für sein Hippodrom-Zelt bekommen.

© SZ vom 20.05.2014/wolf

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