Am Hart:Stadt erwartet von Radlern guten Willen

Wer oft an einer Stelle vorbeikommt, gewinnt gewisse Erfahrungswerte: Morgens ist der Radlstau an einer bestimmten Ampel länger als am Mittag. Abends kommt ein zweiter Schwung Radelnde, nachts ist der Radweg leer, aber es gibt viele Gassigeher. Wer solche Dinge beobachtet, zieht daraus allerdings nicht unbedingt Schlüsse und erarbeitet noch längst keine Lösungsvorschläge.

Ein Anwohner im Gebiet um die Rathenaustraße hat Letzteres aber kürzlich getan. Er hatte die Bitte an den Bezirksausschuss (BA) Milbertshofen-Am Hart herangetragen, doch am Radweg oberhalb des Forschungs- und Innovationszentrums von BMW (FIZ) einen zusätzlichen Halteanforderungsknopf für die Ampel anbringen zu lassen.

Der Anwohner hatte beobachtet, wie es sich an dem Übergang über die Schleißheimer Straße staut. So entstünden gefährliche Situationen. Er wies darauf hin, dass im angrenzenden Grünstreifen viel mehr Platz für Wartende wäre und dann auch der Geradeausverkehr problemlos durchfahren könnte. Eine entsprechende Haltezone mit Ampelanforderungsknopf könnte Abhilfe schaffen, regte er an.

Der Bezirksausschuss hatte den Vorschlag des Bürgers an das Mobilitätsreferat weitergeben. Das antwortet nun schriftlich, dass ein entsprechender Knopf "technisch sicherlich möglich, aber nicht zwingend erforderlich" sei. Der eine Radler könne ja bis zur Ampel vorfahren und Grün anfordern, während die anderen ein Stück weiter hinten warten könnten. "Mit etwas Kooperationsbereitschaft ist die gegenwärtige Situation nach Auffassung des Mobilitätsreferats leicht lösbar. Änderungen an der Lichtsignalanlage sind somit nicht erforderlich", heißt es in dem Schreiben an den BA.

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