Linken-Parteitag:Am Boden, und doch in bester Ausgangslage

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(Foto: Chris Emil Janssen/Chris Emil Janßen/Imago)

Der Parteitag der Linken wirkt zeitweise wie eine Therapiesitzung. Doch bei all den inneren Querelen, die die Linke zuletzt plagten, hat sie jetzt auch die Chance auf eine aussichtsreiche Neupositionierung.

Kommentar von Boris Herrmann

Die Linke hat ihren Augsburger Parteitag vor allem dazu genutzt, um sich wieder ein bisschen Mut zuzusprechen. Nach allem, was diese Partei durchgemacht hat - eine Serie von existenzbedrohenden Wahlniederlagen, die Abspaltung des Wagenknecht-Flügels, den Beschluss zur Auflösung der Bundestagsfraktion - ist solch ein Selbsttherapieparteitag durchaus angebracht. Und es ist sicherlich nicht nur Optimismus, sondern auch ein Schuss Realitätsverdrängung dabei, wenn die Parteispitze den angestrebten Neustart schon als vollendete Tatsache ("Wir sind wieder da") verkündet. Andererseits dürften sich womöglich auch all jene täuschen, die sich bereits über das Ende der Linken freuen. Die Partei mag gegenwärtig am Boden liegen, sie befindet sich dennoch in ihrer strategisch besten Ausgangslage seit Jahren.

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