Nahost:Aufklärung tut wirklich not

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Nahost: Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh wurde vor sechs Monaten im palästinensischen Westjordanland erschossen.

Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh wurde vor sechs Monaten im palästinensischen Westjordanland erschossen.

(Foto: Mohammed Abed/AFP)

Die amerikanische Bundespolizei FBI untersucht den Tod der Journalistin Shireen Abu Akleh. Und beendet damit hoffentlich den Kampf der Narrative zwischen Israelis und Palästinensern.

Kommentar von Peter Münch

Vor sechs Monaten ist die Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh bei Recherchen im palästinensischen Westjordanland erschossen worden. In Frieden ruhen kann sie nicht, weil die Umstände ihres Todes zu einem für den Nahostkonflikt so typischen Kampf der Narrative geführt haben. Für die eine Seite, die arabische, ist sie kaltblütig von Israels Armee ermordet worden. Für die andere Seite, die israelische, ist sie Opfer irgendwie tragischer, aber nicht zu klärender Umstände. Bei den einen wird sie nun als Märtyrerin verehrt, bei den anderen wurde die Akte schnell geschlossen. Zwei Sichtweisen haben sich in Windeseile zementiert, nur eines fehlt: eine allgemein anerkannte, unabhängige Aufklärung.

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