MeinungHohenzollernDer Kronprinz und der Stahlhelm

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Kolumne von Heribert Prantl

Lesezeit: 3 Min.

Stahlhelmtag in Hannover im Jahr 1933: Kronprinz Wilhelm von Preußen (vierte Reihe in der Mitte) gibt sich mit Hakenkreuzbinde die Ehre und marschiert hinter dem Bundesführer des "Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten", Franz Seldte.
Stahlhelmtag in Hannover im Jahr 1933: Kronprinz Wilhelm von Preußen (vierte Reihe in der Mitte) gibt sich mit Hakenkreuzbinde die Ehre und marschiert hinter dem Bundesführer des "Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten", Franz Seldte. Scherl/SZ Photo

Wilhelm von Preußen war weder unbedeutende NS-Randfigur noch große Nummer im Widerstand - Wilhelm von Preußen verstand sich einfach prächtig mit den Nazis. Warum die Hohenzollern auf ihre Entschädigungsforderungen verzichten sollten.

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Es gehört üblicherweise nicht zu den Aufgaben eines Gerichts, in alten Fotoalben zu blättern. So etwas machen die Gratulanten beim 90. Geburtstag des Urgroßvaters, um mit dem alten Herrn irgendwie ins Gespräch zu kommen. Das ist dann ein Akt der interessierten und nostalgischen Höflichkeit. Man sagt "Ah" und "Oh" und schmunzelt darüber, wie jung und fesch der Uropa einmal aussah.

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:"Überall Soldaten"

Vor 150 Jahren fand im Spiegelsaal von Versailles die Kaiserproklamation statt - eine Inszenierung, die dem preußischen König Wilhelm nicht ganz geheuer war und staatsrechtlich keine Bedeutung hatte. Doch die Bilder wirken bis heute nach.

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