bedeckt München 15°

Weltraumsaga:US-Fernsehsender kündigt neue "Star Trek"-Serie an

  • Anfang 2017 soll eine neue Star Trek-Serie in den USA starten.
  • Über die weltweite Ausstrahlung wird derzeit noch verhandelt.
  • "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt", sagt der Chef des produzierenden Fernsehsenders CBS.

Vergangenes Wochenende trafen sich in Saarbrücken etwa 60 Menschen, um eine Fantasiesprache zu lernen. Eine Sprache, die derb und rau klingt. Die auf kurze, direkte und prägnante Sätze baut. Diese Menschen trafen sich, um Klingonisch zu lernen. Jene Sprache, die durch die Weltraumsaga Star Trek Bekanntheit erlangte - zumindest unter Fans des Serienkosmos.

Vor etwa 30 Jahren wurde sie vom Linguisten Marc Okrand aus den USA erfunden, weil die Star Trek-Produzenten eine Sprache mit realistischem Hintergrund wollten. So gibt es im Klingonischen Grammatikregeln, etwa beim Satzaufbau: Objekt, Verb, Subjekt. Fünf Fernsehserien und zwölf Kinofilme später sagte Okrand am Wochenende in Saarbrücken: "Die Sprache wächst, es kommen immer neue Vokabeln dazu. Klingonisch ist keine tote Sprache." CBS gibt ihm nun Recht.

Neue Charaktere, gleiche Mission

Der US-Fernsehsende bestätigte schon länger währende Gerüchte und kündigte eine neue Serie der Raumschiff Enterprise-Saga für Januar 2017 an. Bisher ist nur klar, dass CBS die Folgen in den USA auf seinem Online-Bezahlkanal ausstrahlt, über die weltweite Vermarktung werde derzeit noch verhandelt.

In der neuen Serie werden neben neu zu lernenden klingonischen Vokabeln auch neue Charaktere eingeführt, die wieder einmal auf der Suche nach neuen Lebensräumen und Zivilisationen sind. Seit 1966 ist genau das ein Hauptmotiv von Star Trek. Als Produzent wird Alex Kurtzmann verantwortlich sein, der schon als Co-Autor und -Produzent an den beiden Kinofilmen "Star Trek" von 2009 und "Star Trek Into Darkness" von 2013 beteiligt war.

Science fiction: Raumschiff Enterprise

Die "USS Enterprise" - das Flagschiff der Serie.

(Foto: dpa)

"Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für eine neue Serie, als nach den Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum von Star Trek in 2016", sagte David Stapf, der Chef von CBS. Seine Mitarbeiter hätten großen Respekt vor der bisherigen Star Trek-Geschichte und seien bereit, nun neue Kapitel der Saga zu schreiben.

Mit dem kommenden Star Trek-Kinofilm "Star Trek Beyond", der im Sommer 2016 anläuft, habe die angekündigte Serie aber nichts zu tun.

Leonard Nimoy Faszinierendes Leben
Nachruf

Zum Tod von "Spock"-Darsteller Leonard Nimoy

Faszinierendes Leben

Der Kapitän der USS Enterprise hieß Kirk - doch der Held vieler "Star-Trek"-Abenteuer war Mr. Spock, verkörpert von Leonard Nimoy. Jetzt ist der Schauspieler mit 83 Jahren gestorben. Was bleibt ist Spocks Botschaft: Vernunft über Wut.   Von Jürgen Schmieder